Fest zur Festspieleröffnung

20. Juli 2007, 16:43
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Kusej begrüßt Zuseher: "Hier ist der Verkaufsstand vom Schauspiel der Festspiele"

Salzburg - Mit einem Salut der Brauchtumsschützen von den Salzburger Stadtbergen wurde am Nachmittag der lautstarke Eröffnungsakzent zum traditionellen Fest zur Festspieleröffnung gesetzt. Ein Programm mit Musik, Literatur, Theater, Volkstanz und Akrobatik wurde dem Publikum geboten, das sich auf Grund der enormen Hitze (über 30 Grad) am Nachmittag nicht so recht einfinden wollte.

Ein regelrechtes G'riss gab es um die Festspielkünstler, die hautnah zum Erleben waren. Vor dem Festspielpavillon konnte man sich von beliebten Festspielstars Autogramme holen. Unter Schatten spendenden Schirmen setzten Peter Simonischek, Nina Hoss, Ulrike Folkerts, Norman Hacker, Michael Schade, Diana Damrau, Sunnyi Melles, Paul Groves und Genia Kühmeier mit geduldiger Miene ihre Unterschriften unter die Fotokarten der Schauspieler.

"Verkaufsstand vom Schauspiel der Salzburger Festspiele"

"Hier ist der Verkaufsstand vom Schauspiel der Salzburger Festspiele", begrüßte Schauspieldirektor Martin Kusej die rund 200 Zuseher, die trotz der sengenden Hitze um 15.00 Uhr auf den Domplatz gekommen waren. Auf die Aufforderung Kusejs, doch vor der Jedermann-Bühne zusammenzurücken, reagierte das Publikum nicht. Wer am Rande des Platzes Schatten erhaschen konnte, gab seine Position nicht auf.

Unter Sonnenschirmen gab eine siebenköpfige Schauspiel-Crew des Festspielensembles "witzige, humorvolle und nachdenkliche Gedichte" des deutschen Satirikers Robert Gernhard zum Besten.

Inszenierung von George Tabori

Ein umfangreiches künstlerisches Programm wird weiters am Abend geboten: Im neuen Haus für Mozart rezitiert Sunnyi Melles in einer Inszenierung von George Tabori die "Bäsle-Briefe" des Komponisten, deren freizügige Sprache und deftiger Humor berühmt-berüchtigt sind. Im Anschluss tanzt Rainer Krenstetter, seines Zeichens Solist im Staatsballett Berlin, das Ballett aus "Idomeneo". Eine komödiantische Kurzfassung des "Don Giovanni" gelangt in einer Menage à trois zur Aufführung: Zwei Darsteller und ein Pianist bieten mit ihrem überbordend witzigen Spiel alles, was diese Oper braucht.

Neuer Veranstaltungsort

Ein opulenter Reigen verschiedenster musikalischer Stilrichtungen erklingt auf den Plätzen der Altstadt: Von Klezmer und Swing über Filmmusik und yodel'n'bass, A-cappella-Madrigalen und bulgarischer Percussion bis zum international renommierten DJ ist alles dabei. Als neuer Veranstaltungsort stellt sich das Salzburger Museum Carolino Augusteum (SMCA) vor. (APA)

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