Libanon ruft zum Schutz archäologischer Stätten Tyrus und Baalbek auf

28. Juli 2006, 17:35
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Dringender Appell Beiruts an UNESCO

Beirut - Die libanesische Regierung hat angesichts der israelischen Militäroffensive an die Erziehungs-, Wissenschafts- und Kulturorganisation der Vereinten Nationen (UNESCO) den dringenden Appell gerichtet, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um den Schutz der archäologischen Ausgrabungen von Tyrus und Baalbek zu gewährleisten. In einem am Samstag in Beirut veröffentlichten Schreiben an UNESCO-Generaldirektor Koichiro Matsuura wies der libanesische Kulturminister Tarek Mitri darauf hin, dass die 5000 Jahre alte Phönizierstadt Tyrus sowie Baalbek, das einstige Heliopolis, in das Weltkulturerbe aufgenommen wurden.

Durch die derzeitigen intensiven Bombardierungen würden die Tempelanlagen extrem gefährdet, unterstrich der Minister. Die Monolithen von Baalbek zählen zu den größten von Menschenhand geschaffenen Steinquadern der Welt. Die umfangreichen Ausgrabungen waren Ende des 19. Jahrhunderts mit Unterstützung des deutschen Kaisers Wilhelm II. von einem Expertenteam unter Leitung von Otto von Puchstein vorgenommen worden. (APA)

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