Al-Aksa und Jihad bestreiten Waffenruhe im Gaza-Streifen

23. Juli 2006, 16:57
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Sprecher der Al-Aksa-Brigaden: Raketenbeschuss, solange israelische Militäraktion andauert - Autonomiebehörde hatte Waffenstillstand angekündigt

Gaza - Militante palästinensische Gruppen im Gaza-Streifen haben sich nach Angaben aus ranghohen Kreisen der Autonomiebehörde dazu bereit erklärt, ab Samstag um Mitternacht keine Raketen mehr auf Israel abzufeuern. Zwei große militante Gruppen, die Al-Aksa-Brigaden und der Islamische Jihad, bestritten jedoch wenig später, dass es eine solche Einigung gebe.

Raketen auf Südisrael

Aus Kreisen der Autonomiebehörde hieß es, mit der einseitigen Waffenruhe solle ein Ende der israelischen Militäroffensive im Gaza-Streifen erreicht werden, die am 28. Juni begonnen hatte. Drei Tage zuvor waren bei einem Angriff militanter Palästinenser auf einen israelischen Heeresposten zwei Soldaten getötet und ein weiterer verschleppt worden. Mehr als 100 Palästinenser wurden seitdem bei fast täglichen Angriffen der israelischen Streitkräfte getötet. Militante Palästinenser feuerten Hunderte selbstgebauter Raketen auf Südisrael.

Die Einigung wurde demnach bei einem Treffen in der Stadt Gaza erzielt, an dem Vertreter der Hamas und auch des Islamischen Jihad teilnahmen, der für viele Raketenangriffe verantwortlich ist. Ein Sprecher der Al-Aksa-Brigaden betonte aber, es würden weiter Raketen auf Israel gefeuert, solange die israelische Militäraktion andauere. Und Abu Ahmad vom Islamischen Jihad erklärte, solange die israelische Aggression weiter gehe, gehe auch der Widerstand weiter. (APA/AP)

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