Bericht zum Tod von Prinzessin Diana verzögert sich

23. Juli 2006, 19:33
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Richter gab Ermittlungen ab - "Außerordentliche und ständige Arbeitsbelastung"

London - Einen Monat vor der geplanten Veröffentlichung eines Ermittlungsberichts zum Tod von Prinzessin Diana und ihres Freundes Dodi Al Fayed hat der zuständige Richter den Fall abgeben. Michael Burgess, der die Untersuchung vor etwa zwei Jahren selbst angeordnet hatte, begründete den Schritt mit seiner "außerordentlichen und ständigen Arbeitsbelastung" am Gericht im südostenglischen Surrey, berichtet die Nachrichtenagentur Press Association am Samstag.

Es werde erwartet, dass sich die Fertigstellung des Berichts nun um bis zu ein Jahr verzögere. Der Fall, der Berichten zufolge "gigantische Ausmaße" angenommen haben soll, werde jetzt von einem noch nicht benannten Kollegen von Burgess übernommen.

Unter Druck gesetzt

Mehrere britische Zeitungen berichteten am Samstag, Burgess habe den Fall abgeben, weil er von allen Seiten unter Druck gesetzt worden sei. Die britische Königsfamilie habe gefordert, dass er den Verschwörungstheorien um Dianas Tod ein Ende mache; Dodis Vater, der "Harrods"-Besitzer Mohammed Al Fayed, glaube hingegen weiterhin, das Königshaus habe Dodi und Diana ermorden lassen, weil es ihre Beziehung missbilligte.

Diana war im August 1997 zusammen mit Dodi ums Leben gekommen, als ihr Mercedes im Pariser Alma-Tunnel verunglückte. Die französische Polizei kam nach zweijährigen Ermittlungen zu dem Schluss, dass Dianas Fahrer Henri Paul getrunken hatte und somit den Unfall verursacht hatte. (APA/dpa)

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