US-Regierung: Sicherheitsplan für Bagdad enttäuschend

22. Juli 2006, 10:57
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Zunahme der Gewalt in den vergangenen fünf Wochen

Washington - Nach einem weiteren Anstieg der Gewalt in Bagdad in den vergangenen Wochen will die US-Regierung ihren erst kürzlich aufgestellten Sicherheitsplan für die irakische Hauptstadt überdenken. "Die ersten Resultate sind enttäuschend", sagte ein ranghoher Vertreter der US-Regierung am Freitag. In den vergangenen fünf Wochen habe es einen Anstieg der Gewalt gegeben, generell und speziell zwischen den Volksgruppen.

US-Präsident George W. Bush und der irakische Ministerpräsident wollten bei ihrem für Dienstag geplanten Treffen in Washington über das Thema sprechen. Es sei "sehr gut möglich", dass es bei der Zusammenkunft konkrete Pläne "für einen Wechsel der Prioritäten und eine neue Verwendung von Ressourcen" beschlossen würden. Bereits jetzt sprächen die US-Militärs im Irak mit Maliki über eine Neuausrichtung der Sicherheit.

Das Sicherheitskonzept für Bagdad war nach dem Überraschungsbesuch von Bush in Bagdad am 13. Juni in Angriff umgesetzt worden. An der "Operation Gemeinsam vorwärts" gegen Aufständische nahmen insgesamt mehr als 50.000 irakische Sicherheitskräfte und US-Soldaten teil. So wurden neue Checkpoints errichtet und die Kontrollen an diesen Posten verschärft. Zu dem Konzept gehören auch Hausdurchsuchungen sowie ein Verbot für Zivilisten, Waffen zu tragen. Zudem wurde die nächtliche Ausgangssperre um zweieinhalb Stunden verlängert. (APA)

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