Deutsches Gericht: Kein Verfallsdatum für Guthaben auf Prepaid-Handys

30. Juli 2006, 19:06
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Urteil gegen deutschen Mobilfunkanbieter gibt Kartenbesitzern Recht - Verfahren in Österreich liegt bei Höchstgericht

Gute Aussichten für deutsche Prepaid-Handy-User: Ein in München gefälltes Gerichtsurteil hat die Guthaben auf Handykarten über eine Ein-Jahresfrist hinaus als dauerhaft gültig erklärt und damit gegen den viertgrößten deutschen Mobilfunkanbieter O2 entschieden. O2 lenkte jetzt ein und erklärte, künftig werde das Guthaben der Prepaid-Karten nicht mehr nach einem Jahr verfallen.

Österreich

Auch in Österreich läuft wegen des Verfalls von Prepaid-Guthaben derzeit ein Verfahren gegen den Marktführer Mobilkom (A1) und andere Mobilfunkbetreiber. Auch hier verfallen die Guthaben bei Nicht-Gebrauch des Handys nach einem Jahr. In den Vorinstanzen haben die österreichischen Gerichte bereits zu Gunsten der Konsumenten entschieden. Die Entscheidung des Höchstgerichts ist noch ausständig. Die Betreiber wollen die Entscheidung noch abwarten, haben den Kunden aber freiwillig einige Monate Nachfrist gewährt bzw. bieten auch die Möglichkeit, das Guthaben in dieser Zeit auszahlen zu lassen.

O2: Urteil akzeptiert

Die mehr als 4,8 Millionen Kunden des deutschem Mobilfunkunternehmen O2 mit einem Prepaid-Vertrag können nun künftig gänzlich unbefristet auf Erstattung ihres Guthabens bestehen. Das Unternehmen hat bereits mitgeteilt, dass es das entsprechende Urteil des Oberlandesgerichts München akzeptieren und keine Revision einlegen wird. (APA)

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O2

A1

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