ORF weist Grünen-Vorwurf der Zensur des Themas Homosexualität zurück

22. Juli 2006, 10:51
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Scolik: Ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema

Der ORF hat den Vorwurf der Grünen zurückgewiesen, in Sachen Homosexualität Programm-Zensur zu betreiben. Der ORF beschäftige sich in seinen eigenproduzierten Programmen intensiv mit Homosexualität, betonte Programmdirektor Reinhard Scolik in einer Aussendung. Er führte dazu als Beleg die prominente TV-Reihe "Brüder" an sowie mehrere andere Filme, die sich mit Homosexualität in der österreichischen Lebenswelt beschäftigen und durchaus als Diskussionsbeiträge zur Gesellschaftspolitik zu sehen seien. Ebenso stelle die Filmförderung des ORF bedeutende Geldmittel für die Herstellung von themenaffinen Dokumentarfilmen zur Verfügung.

"Vorwurf entbehrt jeder Grundlage"

Der Vorwurf der Grünen, der ORF würde die amerikanische Erfolgsserie "The L Word - Wenn Frauen Frauen lieben" aufgrund des Themas Homosexualität nicht senden, "entbehrt jeder Grundlage", sagte Scolik. Die Behauptung, die Serie wäre gekauft und dann nicht eingesetzt worden, "ist unrichtig". Die redaktionelle Beurteilung habe gezeigt, dass 'The L Word' wenig Spannung, Humor oder Innovation bringe. Klischees würden eher bestätigt denn widerlegt. Schlechte Quoten bestätigten diese Einschätzung. (APA)

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