Großbrand in Osttirol geklärt

23. Juli 2006, 19:33
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Lehrling zündete Farbengeschäft an - 17-Jähriger erlitt schwere Verbrennungen - Motiv vorerst nicht bekannt

Innsbruck - Der Großbrand in einem Farbengeschäft in Lienz in Osttirol in der Nacht auf Freitag dürfte geklärt sein. Als mutmaßlicher Brandstifter wurde laut Polizei ein Lehrling der Firma ausgeforscht. Das Motiv war vorerst nicht bekannt. Der 17-jährige wurde durch die Flammen schwer verletzt.

Das Feuer war gegen 2.40 Uhr der Polizei gemeldet worden. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Betrieb bereits in Vollbrand. Die gelagerten Lacke und Verdünnungsflüssigkeiten explodierten zum Teil und beschleunigten den Brand. Ein Übergreifen der Flammen auf die angrenzenden Gebäude konnte verhindert werden. Das Geschäft und der Lagerbestand wurden zur Gänze vernichtet. Der Schaden dürfte nach ersten Schätzungen bei 400.000 Euro liegen.

Das Großfeuer konnte nur durch einen massiven Feuerwehreinsatz unter Kontrolle gebracht werden. Über 130 Feuerwehrleute waren mit 19 Löschfahrzeugen ausgerückt.

Ermittlungen

Bei den Ermittlungen zur Brandursache wurde festgestellt, dass das Feuer an mindestens fünf Stellen im Geschäft und den Vorräumen gelegt worden und der Tat ein Einbruchsdiebstahl vorausgegangen war. Aus der unversperrten Registrierkasse hatten 400 Euro gefehlt.

Der Tatverdächtige war noch in der Nacht mit Verbrennungen zweiten und dritten Grades an Gesicht und Händen in das Krankenhaus Lienz eingeliefert worden. Der Lehrling legte ein Teilgeständnis ab. Er sei durch ein angeblich offenes Seitenfenster in den Betrieb eingestiegen und habe das Geld aus der Kasse gestohlen. Das Geld und angebrannte Kleidung wurden bei ihm sichergestellt. Der junge Mann befindet sich in stationärer Behandlung.(APA)

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