Lichte Reihen beim GUS-Gipfel in Moskau

28. Juli 2006, 15:07
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Russlands Präsident Wladimir Putin hat die GUS-Staatschefs für dieses Wochenende zu einem informellen Gipfel geladen

Moskau - Das Schicksal der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) ist alles andere als geklärt. Das soll anders werden. Deshalb hat Russlands Präsident Wladimir Putin die GUS-Staatschefs für dieses Wochenende zu einem informellen Gipfel in die Nähe von Moskau eingeladen, um über das weitere Schicksal der GUS zu beraten. Zur Diskussion steht nichts Geringeres als die Frage: Auflösung oder Transformation?

Die beiden Revolutionsstaaten Georgien und Ukraine hatten die GUS zuletzt als "nutzlos"bezeichnet. Als einer der größten Verteidiger hingegen gilt Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew, der ein GUS-Reformprogramm mit einer künftigen Gewichtung auf Migration, Energiesektor und Transportwesen mit nach Moskau gebracht hat.

Am Freitag begann der Gipfel unter für Putin peinlichen Vorzeichen: Vier Staatschefs sagten ihre Teilnahme ab. Die Präsidenten Georgiens und der Ukraine, Michail Saakaschwili und Viktor Juschtschenko, begründeten dies mit der politischen Situation in ihren Staaten. Krank meldete sich plötzlich Armeniens Präsident Robert Kotscharjan. Turkmeniens Diktator Saparmurat Nijasov, ohnehin nur noch assoziiertes GUS-Mitglied, hatte von vornherein nicht zugesagt. (sed/ DER STANDARD, Printausgabe, 22./23.7.2006)

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