Football: "Wir können jeden schlagen"

22. Juli 2006, 22:14
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Die Vienna Vikings gehen optimistisch ins Match um die Eurobowl XX gegen Flash de la Courneuve aus Paris

Wien - "Wir können jeden schlagen", sagt Chris Calaycay, der Defense Coordinator der Vienna Dodge Vikings. Weil man aber nicht immer alles kriegen kann, verloren die Footballer aus Wien vor einer Woche anlässlich der Austrian Bowl XXII gegen die Swarco Raiders Tirol mit 19:43. "Wir haben das bessere Team, aber sie machten das bessere Spiel", meint er rückblickend.

Lieber blickt er voraus. Am Samstag (18.00, live ORF Sport plus) und schon wieder auf der Hohen Warte spielen sich Vikings und Flash de la Courneuve aus Paris die Raiffeisen Eurobowl XX aus. Diese Bowl ist das Finale der europä-ischen Footballmeisterschaft, Abteilung Amateure, die Vikings streben den dritten Sieg en suite an. Die in der Austrian Bowl begangenen Fehler sind analysiert. "Die Defense", sagt Calaycay, "kassierte nur zwei Touchdowns, der Rest ging auf das Konto der Offense."Diese wird von Shawn Olson koordiniert. "Wir werden aufpassen", kündigt Olson an, "und wir sind sehr hungrig."

Flash de la Courneuve stand schon einmal im Endspiel. 1998 verloren die Franzosen gegen die Hamburg Blue Devils. Heuer schalteten sie auf dem Weg immerhin die Tyrolean Raiders aus. Gegen die Vikings spielten sie noch nie. Dafür ist Vincent Lelard, ihr Headcoach, ein guter Freund von Calaycay, holte diesen auch aus den USA zum europäischen Football. "Wir werden Freunde bleiben", sagt Calaycay, "werden aber nach der Eurobowl nicht über Football reden."

Bei den Parisern wirken fünf Spieler mit NFL-Europe-Erfahrung mit, zudem drei aus den USA, bei den Vikings aber ebenfalls sieben semiprofessionelle Footballer aus Nordamerika. Der Amateurstatus im Football ist nicht definiert, das Profitum nicht verboten. Bei den Vikings zahlt aber schon das Gros der Spieler (etwa 50 tanzen zur Eurobowl an) ihren Mitgliedsbeitrag und ihre Ausrüstung selber, "anders wäre es nicht zu finanzieren", sagt Manager Felix Hoppel. Dennoch fliegen einem am Samstag quasi gebratene Hühner in den Mund. Die ersten 2000 Hendeln auf der Hohen Warte sind gratis. (bez - DER STANDARD PRINTAUSGABE 22./23.7. 2006)

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