Bei US-Luftangriff mindestens fünf Tote

21. Juli 2006, 16:44
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Terroristen greifen polnische und salvadorianische Soldaten an

Bagdad/Warschau - Bei einem US-Luftangriff auf ein Wohnviertel in der irakischen Stadt Bakuba sind am Freitag nach US- Darstellung fünf, nach irakischen Krankenhausangaben sieben Iraker getötet worden. Wie Ärzte in Bakuba mitteilten, gehörten die Opfer alle einer Familie an.´

Augenzeugen berichteten, dass dem Bombardement Durchsuchungsaktionen des US-Militärs in dem Viertel der 60 Kilometer nordöstlich von Bagdad gelegenen Stadt vorausgegangen waren. Dabei sei es auch zu punktuellen Feuergefechten mit militanten Irakern gekommen. Anschließend hätten sich die amerikanischen Verbände zurückgezogen und US-Flugzeuge Ziele in dem Viertel beschossen.

Nach Terroristen mit Al-Kaida-Verbindungen gesucht

Nach Darstellung des US-Militärkommandos in Bagdad sind bei der Aktion zwei militante Kämpfer, zwei Frauen und ein Kind ums Leben gekommen. Weitere 23 Menschen erlitten Verletzungen. Das US-Militär habe in dem Wohnviertel nach "Terroristen" mit Verbindungen zu führenden Mitgliedern der Al-Kaida-Organisation im Irak und zu ausländischen Jihad-Kämpfern gesucht. Dabei hätten sich Bewaffnete auf den Dächern des durchsuchten Gebäudekomplexes gezeigt, die auf die US-Soldaten schossen. Vor dem Einsatz der Luftwaffe seien die zivilen Bewohner des Gebäudekomplexes aufgefordert worden, diesen zu räumen, hieß es in der Mitteilung.

Bei einem Angriff auf einen Konvoi polnischer und salvadorianischer Soldaten wurden in der zentralirakischen Provinz Wasit vier Polen, zwei Salvadorianer und ein irakischer Dolmetscher verletzt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Warschau hatten die Angreifer eine Sprengstofffalle gebaut und den Konvoi beschossen. Zehn Angreifer seien festgenommen worden, nachdem die Soldaten der multinationalen Truppe das Feuer erwidert und eine schnelle Einsatzgruppe zur Unterstützung eingesetzt hätten. (APA/dpa)

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