Haniyeh: "Israel will mit Palästina-Frage Schluss machen"

22. Juli 2006, 20:48
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Warnung vor neuer Besatzungsmentalität und innerarabischem Zwist

Gaza - Durch die gegenwärtige Ausweitung des Krieges wolle Israel mit der Palästina-Frage Schluss machen, erklärte der palästinensische Ministerpräsident Ismail Haniyeh am Freitag in einer Moschee des Flüchtlingslagers Chatti nördlich von Gaza. Israel wolle die demokratisch gewählte palästinensische Regierung stürzen, indem es ihre Minister festnehme und ihre Ministerien zerstöre, sagte der Hamas-Politiker. Es wolle vor allem "einen Keil zwischen das Volk und den Widerstand treiben" und die Araber weiter spalten.

"Besatzungsmentalität"

"Das Problem heute ist nicht der palästinensische oder libanesische Widerstand, es ist auch nicht die Gefangennahme von (israelischen) Soldaten. Das Problem ist, dass die Besatzungsmentalität weiter geht", so Haniyeh. "Sie (die Israelis) wollen in die Köpfe unserer Kinder setzen, dass die Aggression, der wir ausgesetzt sind, die Folge der Gefangennahme des israelischen Soldaten (Gilad Shalit) ist". Der Gefangenenaustausch sei "eine nationale palästinensische Forderung", unterstrich der Premier. (APA)

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