Schlechte Ernährung kann neuronale Entwicklung hemmen

31. Juli 2006, 12:40
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Britische Studie zeigt Auswirkungen bei jungen Zebrafinken auf und will Ergebnisse auf Menschen umlegen

Washington - Eine schlechte Ernährung in der frühen Kindheit kann die neuronale Entwicklung hemmen und die spätere Lernfähigkeit beeinträchtigen. Eine britische Studie zeigt, dass Organismen ihre Entwicklung an die Bedingungen der Umwelt anpassen. Forscher der Universität Leeds wollten die Beziehung zwischen Ernährung, Wachstum und Lernfähigkeit ergründen.

Dazu ernährten sie frisch geschlüpfte Zebrafinken 20 Tage lang entweder normal oder aber mit Futter geringer Qualität. Die schlechter ernährten Jungvögel waren nach Ablauf der 20 Tage erwartungsgemäß kleiner und leichter als ihre Artgenossen.

Erhielten die Tiere dann normales Futter, so holten sie das Körperwachstum zwar schnell wieder auf. Je schneller die Tiere jedoch den Größenunterschied wettmachten, desto schwächer schnitten sie in Lerntests ab, wie die Zeitschrift "PLoS Biology" berichtet. Die Forscher vermuten, dass die Vögel Ressourcen zur Unterstützung eines schnelleren Wachstums mobilisierten, die andernfalls in die neuronale Entwicklung geflossen wären. Diese Resultate sind nach Überzeugung der Forscher auf andere Tierarten und auf den Menschen übertragbar. (APA/AP)

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