Taifun "Bilis" in China: Über 200 Tote

21. Juli 2006, 21:12
posten

Fast drei Millionen Menschen haben ihr Heim verloren - über 200.000 Häuser wurden zerstört

Peking Im Süden Chinas ist die Zahl der Todesopfer in Folge des Taifuns "Bilis" auf 228 gestiegen. Die Zahl der Vermissten gab die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am späten Donnerstagabend mit 156 an. Wie andere asiatische Länder war China in den vergangenen Tagen von Überschwemmungen und heftigen Niederschlägen heimgesucht worden, bei denen in der Volksrepublik fast drei Millionen Menschen ihr Obdach verloren und mehr als 200.000 Häuser zerstört wurden.

Südchina wird jedes Jahr von heftigen Regengüssen und Unwettern geplagt, in diesem Jahr war die Niederschlagssaison jedoch besonders folgenschwer. Bereits bevor "Bilis" über das Land hinwegfegte, waren hunderte Menschen ums Leben gekommen.

Auch in Japan und auf der koreanische Halbinsel fielen ungewöhnlich starke Monsunregen. Sie lösten Überschwemmungen und Erdrutsche aus, bei denen in den vergangenen zehn Tagen rund 145 Menschen getötet wurden. In Nordkorea gingen Experten davon aus, dass die schweren Überflutungen große Teile der Ernte vernichtet haben könnten, sodass dem kommunistischen Land eine neue Hungersnot droht. "In einigen abgelegenen Gebieten sind ganze Dörfer weggeschwemmt worden", sagte ein Vertreter des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes. "Auch öffentliche Einrichtungen wurden zerstört, darunter Krankenhäuser." (APA)

Share if you care.