Raiffeisen will tschechische "eBanka"

25. Juli 2006, 08:51
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"Mlada fronta Dnes": Finanzgruppe PPF bestätigt Verhandlungen - Kolportierter Kaufpreis 100 Millionen Euro

Prag/Wien - Die börsenotierte Raiffeisen International (RI) möchte die tschechische Internet-Bank eBanka übernehmen. Das berichtete die tschechische Tageszeitung "Mlada fronta Dnes" heute, Freitag, unter Berufung auf Bankenkreise. Der Kaufpreis werde auf 100 Mio. Euro geschätzt, heißt es in dem Bericht. Weder Raiffeisen noch der Eigentümer der eBanka, die Finanzgruppe PPF, wollten den Bericht kommentieren.

"Wir werden nichts kommentieren", sagte der Sprecher der Raiffeisenbank in Tschechien, Tomas Kofron. Auch bei der RZB in Wien wollte man sich zu dem Bericht nicht äußern, der Name Raiffeisen werde im Zusammenhang mit möglichen Bankenübernahmen naturgemäß immer genannt, hieß es auf Anfrage lediglich.

Verweis auf früheren Bericht

PPF-Sprecherin Dita Fuchsova verwies nur auf einen früher veröffentlichten Bericht, wonach es Verhandlungen gebe.

Die vor sieben Jahren gegründete "eBanka" hat rund 860 Mitarbeiter und verwaltet 111.000 Konten. 2005 erzielte das Unternehmen erstmals nach drei Jahren wieder einen Gewinn in Höhe von 10,5 Mio. Kronen (370.397 Euro). Die Bilanzsumme beträgt rund 600 Mio. Euro.

Laut "Mlada fronta Dnes" würde Raiffeisen durch die Übernahme der eBanke zu den vier größten Playern in Tschechien aufschließen - der zur belgischen KBC-Gruppe gehörenden CSOB (Ceskoslovenska obchodni banka), der Erste-Bank-Tochter Ceska sporitelna, der Komercni banka (Societe Generale) und der Zivnostenska banka (UniCredit). (APA)

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