Undichte Pipeline verschmutzt Alaska

16. Oktober 2006, 11:13
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US-Aufsichtsbehörden haben den britischen Öl-Konzern BP aufgefordert, eine undichte Ölpipeline in Alaska zu leeren

New York - US-Aufsichtsbehörden haben den britischen Öl-Konzern BP aufgefordert, eine undichte Ölpipeline in Alaska zu leeren. Wie aus Reuters vorliegenden Dokumenten hervorgeht, traten im März mindestens 200.000 Gallonen (rund 750.000 Liter) Rohöl aus der Leitung aus.

Die zuständige US-Behörde PHMSA habe von BP verlangt, binnen eines Monats Pläne vorzulegen, wie die undichte Pipeline repariert, ersetzt oder entfernt werden kann. Mit dem Verbleiben von Öl in der Rohrleitung über den kommenden Winter drohten weitere Umweltschäden.

Überprüfung

Zudem ordnete die US-Behörde eine zusätzliche Überprüfung aller weiteren BP-Pipelines in Alaska an. Ein BP-Sprecher wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Man müsse die Anordnung zunächst überprüfen, hieß es lediglich.

BP war einer früheren PHMSA-Anordnung nicht nachgekommen, in der der Konzern zu einer Reinigung und Inspektion ihrer Rohrleitungen aufgefordert worden war. BP hatte dazu erklärt, das noch vorhandene Öl in der lecken Leitung nicht entfernen zu dürfen, da eine richterliche Anordnung das verhindere. Der undichte Teil der Pipeline sei zu einem Beweismittel in strafrechtlichen Ermittlungen erklärt worden, hieß es. (APA)

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    Mit dem Verbleiben von Öl in der Rohrleitung über den kommenden Winter drohten weitere Umweltschäden.

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