Vertrauensindex: Kaltenegger der steirische Star

25. Juli 2006, 15:18
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Landeshauptmann Voves zwar mit größtem Zuwachs, aber immer noch hinter Kommunisten

Wien - KPÖ-Chef Ernest Kaltenegger ist auch knapp ein Jahr nach der Landtagswahl unter den steirischen Politikern nach wie vor der "Umfrage-Star". Im aktuellen APA/OGM-Vertrauensindex liegt der Kommunist noch vor Landeshauptmann Franz Voves. Der SPÖ-Vorsitzende ist damit nach Kärntens Jörg Haider erst der zweite Landeshauptmann, der nicht unangefochten auf Platz eins rangiert. Am Ende der Skala scheinen die steirischen Grünen auf.

"Vertrauen Sie xy oder vertrauen Sie xy nicht oder kennen Sie xy nicht", lautet die Frage von OGM für den APA/OGM-Politiker-Radar. Der Saldo ergibt den Wert für den Vertrauensindex. Für die aktuelle Steiermark-Umfrage hat das Institut 400 Steirer telefonisch befragt.

Für Kaltenegger wurden dabei 31 Prozent ausgewiesen, ein Plus von 13 Punkten gegenüber der letzten Erhebung im September 2005, die damals unmittelbar vor der Landtagswahl durchgeführt worden war. OGM-Politologe Peter Hajek sieht den Grund dafür vor allem darin, dass Kaltenegger von der Auseinandersetzung zwischen SPÖ und ÖVP profitiert.

Deutlicher Zuwachs

Aber auch Voves - der im Vorjahr bei minus zwei lag - kann auf einen deutlichen Zuwachs von sogar 32 Prozentpunkten seit dem Herbst 2005 verweisen. Zurückzuführen ist das auf den Landeshauptmannbonus, nachdem der SPÖ-Chef in der Zwischenzeit Waltraud Klasnic abgelöst hat. "Die Uneinigkeit der Landesregierung verhindert jedoch eine bessere Beurteilung", begründet Hajek, warum Voves mit 30 Prozent Vertrauenssaldo immer noch einen Punkt hinter Kaltenegger rangiert.

VP-Chef Hermann Schützenhöfer konnte seinen Vertrauensbonus gegenüber dem Vorjahr ebenfalls von fünf auf 24 Prozent deutlich steigern. Er erreicht damit "einen akzeptablen Vize-Landeshauptmann-Wert", so Hajek.

Der für die Umwelt zuständige Manfred Wegscheider ist mit einem Vertrauenssaldo von neun Prozent der Aufsteiger unter den Landesräten. Die anderen Neuen wie Bildungslandesrätin Bettina Vollath oder Finanzlandesrat Christian Buchmann leiden noch unter ihrem geringen Bekanntheitsgrad (Vollath 41 Prozent Bekanntheit, Buchmann 31 Prozent).

Für die Grünen ist die grüne Mark kein guter Boden. Der Landessprecher und Nationalratsabgeordnete Werner Kogler (minus 17 Prozent) und Klubchefin Ingrid Lechner-Sonnek (minus 25 Prozent) sind das Schlusslicht - ein Österreich weites Grünes Unikat.

(APA)

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