Waldbrand bei Ebensee weitet sich aus

21. Juli 2006, 11:14
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Weiterer Brand auf italienischer Seite des Nassfelds

Linz/Salzburg/Klagenfurt - Während der Waldbrand in Taxenbach im Salzburger Pinzgau am Donnerstag unter Kontrolle war und die Behörden mit dem "Brand aus" für den Abend rechneten, weitete sich ein Feuer in Ebensee im oberösterreichischen Bezirk Gmunden auf zuletzt 60.000 bis 70.000 Quadratmeter Fläche aus. Die Einsatzleitung fasste daraufhin den Entschluss, doch den schwierigen Löschangriff am Boden zu starten.

Der Brand war bereits am Mittwoch von einem Hubschrauberpiloten entdeckt und der Polizei gemeldet worden. Das betroffene Gebiet liegt in 1.200 Metern Höhe in unwegsamem Gelände. Der Glimmbrand fraß sich unter der Erdoberfläche durch den Humus und die Wurzeln. Noch am selben Tag warf das Bundesheer aus Kübeln an Hubschraubern Löschwasser auf den Brandort ab. Dann musste aber der Einsatz wegen der einbrechenden Dunkelheit abgebrochen werden.

Wind fachte das Feuer weiter an

Am Donnerstag gingen die Löscharbeiten aus der Luft weiter. Doch starker Wind fachte das Feuer weiter an. Die brennende Fläche wurde erheblich größer. Die Einsatzleitung beschloss daraufhin, dass zusätzlich Feuerwehrleute am Boden den Brand mit Hacken und Schaufeln bekämpfen sollten. Dies war jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden: Die Männer mussten auf den Berg geflogen werden, zu ihrer Sicherung per Seil waren zusätzlich Helfer von Bergrettung notwendig.

Waldbrand droht aus Italien überzugreifen

Im Süden drohte ein Waldbrand am Monte Brizzia auf der italienischen Seite des Nassfelds auf Kärnten überzugreifen. Italien bat die Feuerwehren im Gailtal um Hilfe, die Einsatzkräfte sind in Alarmbereitschaft. Zwei Hubschrauber "tanken" seit Mittwoch Löschwasser auf Kärntner Seite, um die Flammen zu bekämpfen. In dem Gebiet herrschen starke Aufwinde, welche die Flammen immer wieder anfachten. (APA)

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