"Das Leben der Anderen": Friedenspreis des Deutschen Films

20. Juli 2006, 19:30
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Regisseur Henckel von Donnersmarck wird ausgezeichnet - Einmaliger Sonderpreis auch für seinen Hauptdarsteller Ulrich Mühe

München - Für das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" haben der Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck und der Schauspieler Ulrich Mühe den Friedenspreis des Deutschen Films erhalten. Sie nahmen den mit insgesamt 13.000 Euro dotierten Bernhard-Wicki-Filmpreis "Die Brücke" am Donnerstagabend auf dem Münchner Filmfest entgegen. Der bereits mehrfach ausgezeichnete Film sei eine Metapher über die Verbiegung des Menschen durch Machtapparate und das Erschrecken über die eigene Veränderung, begründete der Bernhard-Wicki-Gedächtnis-Fonds die Auswahl der Preisträger. "Das Leben der Anderen" erzählt die Geschichte des linientreuen Stasi-Hauptmannes Gerd Wiesler, der am Machtapparat der DDR zu zweifeln beginnt.

Als Laudator für die Übergabe des mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreises an von Donnersmarck wurde der frühere deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher erwartet. Die Lobrede auf Hauptdarsteller Mühe sollte der griechische Regisseur Constantin Costa-Gavras halten, der seit den gemeinsamen Dreharbeiten zu dem Film "Der Stellvertreter" eng mit Mühe befreundet ist. Der mit 3.000 Euro dotierte Zusatzpreis für Mühe sei eine einmalige Ausnahme, betonte der Bernhard-Wicki-Gedächtnisfonds.

Der Friedenspreis im Gedenken an den verstorbenen Filmemacher Bernhard Wicki ("Das Spinnennetz") wurde 2002 zum ersten Mal vergeben. Zu den Preisträgern zählen unter anderem Marc Rothemund ("Sophie Scholl - Die letzten Tage") und Volker Schlöndorff ("Der neunte Tag"). (APA/dpa)

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    Florian Henckel von Donnersmarck hat für seinen Film schon mehrere Preise erhalten, darunter erhielt er im Mai diesen Jahes auch den Deutschen Filmpreis.

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