Bundespräsident: Jugendarbeitslosigkeit von mehreren Seiten angehen

1. August 2006, 16:45
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Bundespräsident Heinz Fischer bezeichnet Jugendarbeitslosigkeit als europaweites Problem und will Anstrengungen und Erfolge nicht ignoriert wissen

Bregenz - Bundespräsident Heinz Fischer hat am Donnerstag die Jugendarbeitslosigkeit als europaweites Problem bezeichnet, das von verschiedenen Seiten angegangen werden müsse. Das sagte Fischer bei der Besichtigung eines Arbeitsprojekts in Vorarlberg gegenüber ORF Radio Vorarlberg. Zur Beantwortung der Frage, ob die Regierung bei den arbeitslosen Jugendlichen genug tue, bemühte der Bundespräsident das Willi Brandt-Zitat: "Wir haben uns bemüht".

Neben der Ankurbelung der Wirtschaft müsse man bei der Bewältigung der Jugendarbeitslosigkeits-Problematik auch darauf schauen, eine gute Arbeitsmarktverwaltung und -betreuung zu haben, sagte Fischer. Außerdem gelte es lokale und regionale Initiativen zu unterstützen. "Das, was ich hier sehe, ist eben ein Mosaikstein in diesem Bemühen", so der Bundespräsident.

Man könne seinem Dafürhalten nach nie sagen, dass genug getan worden sei, so lange es Arbeitslosigkeit gibt, beantwortete Fischer eine dementsprechende Frage nach den Bemühungen der Bundesregierung. Man solle aber auch die Anstrengungen und die Erfolge nicht ignorieren und ableugnen. "Wenn man sich das alles fair und balanciert anschaut, dann darf man sagen - so wie Willi Brandt einmal gesagt hat: 'Wir haben uns bemüht'", befand der Bundespräsident. (APA)

  • Neben der Ankurbelung der Wirtschaft müsse man bei der Bewältigung
der Jugendarbeitslosigkeits-Problematik auch darauf schauen, eine
gute Arbeitsmarktverwaltung und -betreuung zu haben, glaubt Heinz Fischer.
    foto: orf/badzic

    Neben der Ankurbelung der Wirtschaft müsse man bei der Bewältigung der Jugendarbeitslosigkeits-Problematik auch darauf schauen, eine gute Arbeitsmarktverwaltung und -betreuung zu haben, glaubt Heinz Fischer.

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