Berliner Gay-Pride-Parade zeichnet HOSI-Mitbegründer aus

21. Juli 2006, 17:44
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Kurt Krickler erhält Zivilcouragepreis, als Mann, der vor keiner Nomenklatur Angst hat

Wien - Der österreichische Schwulenaktivist Kurt Krickler wird am kommenden Samstag mit dem Zivilcourage-Preis des Berliner Christopher Street Day (CSD) ausgezeichnet. Der 47-Jährige war 1979 Mitbegründer des ersten österreichischen Homosexuellenverbands HOSI Wien. "Wir freuen uns sehr über die Anerkennung von Kurts Arbeit und Engagement für die österreichische und internationale Lesben- und Schwulenbewegung", hieß es in einer Aussendung der HOSI Wien.

"Krickler erhält den Zivilcouragepreis des Berliner CSD e.V. als Mann, der vor keiner Nomenklatur Angst hat", heißt es laut HOSI. Er ist derzeit Generalsekretär der HOSI Wien und Co-Chefredakteur der Zweimonatszeitschrift "LAMBDA-Nachrichten" sowie Vorstandsmitglied im europäischen Lesben- und Schwulenverband "International Lesbian and Gay Association Europe" (ILGA Europe) und von EPOA, der "European Pride Organisers Association".

Neben Kurt Krickler wird der Preis dieses Jahr auch an den spanischen Ministerpräsidenten Jose Luis Rodriguez Zapatero, an die Lesbenberatung e.V. Berlin, an ILGA-Europe, den europäischen Regionalverband der International Lesbian and Gay Association, an die beiden deutschen Politiker Volker Beck (Grüne) und Margot von Renesse (SPD) sowie an Tomasz Baczkowski, den Vorsitzenden der polnischen "Fundacja Rownosci" (Stiftung für Gleichheit), dem Organisator der in Polen sehr umstrittenen Warschauer Gay-Pride-Parade. Die Preisträger werden bei der Abschlusskundgebung des Berliner Christopher Street Day am Fuße der Siegessäule geehrt.(APA)

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    Kurt Krickler

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