Jugendliche arbeiten für globale Solidarität

5. März 2007, 13:08
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Salzburger SchülerInnen verdienten beim Solidaritätstag Geld für einen Solarkomplex im bolivianischen Oruro

"Deine Leistung ist Solidarität"- unter diesem Motto haben Salzburger SchülerInnen ihre Freizeit genutzt und gemeinnützige Arbeit geleistet. Das Geld, dass sie durch Mithilfe in verschiedenen Unternehmen verdient haben, geht an das Projekt "Global Solidarity 2006", mit dem der Verein zur Förderung Internationaler Solidarität (Intersol) einen Solarkomplex in Bolivien unterstützt.

Solidarität zeigen

Entstanden ist das Projekt bereits 2004, österreichweit haben sich seitdem laut Intersol 2.500 SchülerInnen beteiligt. Die Aufgabe der Jugendlichen besteht darin, beim "Solidaritätstag" freiwillige Arbeit in Unternehmen, privaten Haushalten oder Institutionen zu leisten, und ihren Lohn für die Aktion des Vereins Intersol zur Verfügung zu stellen.

Im Vorfeld wurden die TeilnehmerInnen in der Schule beim "Informations-, Sensibilisierungs- und Bildungstag" über den Hintergrund des Projekts informiert. Heuer wird der Verein die Einnahmen der Solarkomplex Oruro in Bolivien unterstützt. Für Oruro habe man sich deshalb entschieden, weil es in dieser Region kaum Energieversorgung gäbe, berichtet Hans Eder, der Intersol leitet und Global Solidarity 2006 koordiniert.

Sonnenenergie ausbauen

"Mit 320 Sonnentagen im Jahr ist die Region prädestiniert für die Förderung von Solarenergie", ist Eder überzeugt. Mit den Einnahmen könne der Solarkomplex weiter ausgebaut und die Lebenssituation der Menschen nachhaltig verbessert werden. Die Projektgelder sollen für Solarkocher, Solarlampen, Solarradios, Solarduschen, Solarpumpen für die dort ansässigen Aymaras, Quechuas und Urus eingesetzt werden.

Arbeitsplätze

Vom 19. Juni bis 6. Juli arbeiteten rund 350 Jugendliche insgesamt 1.500 Stunden. Arbeitsplätze boten laut Gudrun Danter vom Verein Intersol neben Unternehmen aus der Wirtschaft auch viele Gemeinden. "Die SchülerInnen haben in Seniorenheimen und in Kindergärten knapp 2.000 Euro erarbeitet", freut sich Danter über das Engagement. Zwei Schülerinnen bekamen sogar die Möglichkeit, den Alltag der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller mitzuerleben. Als Stundenlohn nannte der Verein einen Richtwert von sechs Euro, die rechtliche Basis war eine "unentgeltliche Arbeitsvereinbarung".

Inoffiziell verlängert

Die Aktionstage sind zwar offiziell schon vorbei, dennoch ist Global Solidarity 2006 laut Danter noch nicht ganz abgeschlossen: "Einige Schulen haben sich etwas später gemeldet, um sich zu beteiligen. Derzeit absolvieren noch einige TeilnehmerInnen ihre Arbeitstage." Bisher seien 7.500 Euro erarbeitet worden, die endgültigen Einnahmen erwarte sie im Herbst.

"Für die nächsten Informationstage im Herbst haben sich bereits Schulen aus Tirol und Oberösterreich angemeldet", sagt Danter über die Fortsetzung des Projektes. Interessierte können sich jetzt schon für Global Solidarity 2007 anmelden, um "einen Beitrag zu einer gerechteren und solidarischen Welt zu leisten." (lis)

  • Zwei Schülerinnen waren am Solidaritätstag bei Gabi Burgstaller beschäftigt.
    foto: lpk salzburg/neumayr

    Zwei Schülerinnen waren am Solidaritätstag bei Gabi Burgstaller beschäftigt.

  • Die Indigenas arbeiten am Aufbau weiterer Solarkocher, die unter anderem für den Bergbau nützlich sind.
    foto: intersol

    Die Indigenas arbeiten am Aufbau weiterer Solarkocher, die unter anderem für den Bergbau nützlich sind.

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