Streit um Meistertitel 2006

26. Juli 2006, 22:44
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Inter Mailand beansprucht den Scudetto - Verbandschef Rossi gegen Vergabe an Dritten der abgelaufenen Saison

Mailand - Inter Mailand kämpft um den italienischen Fußball-Meistertitel der Saison 2005/06. Nachdem ein Sportgericht in Rom am vergangenen Freitag Juventus Turin den "Scudetto" aberkannt hatte, muss nun ein Expertenkomitee des italienischen Fußballverbands (FIGC) entscheiden, ob die Ansprüche des norditalienischen Klubs auf das Championat 2006 berechtigt sind.

Der kommissarische Verbandschef Guido Rossi wehrte sich jedoch gegen eine Vergabe des Meistertitels an Inter, das die abgelaufene Saison auf Platz drei hinter Juventus und AC Milan abgeschlossen hatte. "Der 'Scudetto' muss auf dem Spielfeld erworben werden. Wir können nicht einen Meistertitel vergeben, der nicht das Ergebnis eines fairen sportlichen Wettbewerbs ist", zitierte die römische Tageszeitung "La Repubblica" (Donnerstag-Ausgabe) den Verbandschef.

Rossis Worte wurden von Inters Klubchef Massimo Moratti scharf kritisiert. Er wiederholte seine Aufforderung, den Meistertitel des Vorjahres an Inter zu vergeben, das im Gegensatz zu Juventus, Fiorentina, Lazio Rom und AC Milan nicht in den Skandal verwickelt war. "Es muss jedem klar sein, dass nicht alle Klubs in den Skandal verwickelt waren. Wir sind sauber", sagte der Erdölmagnat. Für seinen Klub wäre es der erste Meistertitel seit 1989.

Das Komitee muss bis kommenden Dienstag einen Beschluss fassen. Am selben Tag soll der Berufungsprozess in Rom mit einem Urteil abgeschlossen werden.(APA)

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