Erster Gerda Henkel Preis an Kunsthistoriker

26. Juli 2006, 18:19
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Martin Warnke für herausragende Leistungen in den historischen Geisteswissenschaften ausgezeichnet

Düsseldorf - Der Hamburger Kunsthistoriker Martin Warnke (68) ist der erste Träger des neuen Gerda Henkel Preises für herausragende Leistungen in den historischen Geisteswissenschaften. Die Auszeichnung ist mit 100.000 Euro dotiert und wird von der Düsseldorfer Gerda Henkel Stiftung vergeben. Dies teilte eine Stiftungssprecherin am Donnerstag mit. Insgesamt waren 211 Nominierungen aus 18 Ländern in Düsseldorf eingegangen. Der Preis soll Warnke im November bei einem Festakt in Düsseldorf überreicht werden. Warnke, der zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Kunstgeschichtsforschung der Gegenwart gehöre, lehrte von 1979 bis zu seiner Emeritierung 2003 an der Universität Hamburg.

Der Wissenschafter habe sich erfolgreich für die Rettung der Archive des Hamburger Warburg Hauses eingesetzt und dabei das Werk des von den Nazis verfemten Kulturwissenschafters Aby Warburg der deutschen Öffentlichkeit bekannt gemacht. "Er half damit auch der deutschen Kunstgeschichte, an ihre große Tradition vor 1933 anzuknüpfen", urteilte die Jury unter Vorsitz von Lord Ralf Dahrendorf. (APA/dpa)

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