Frankreich darf Preise für SMS festlegen

28. Juli 2006, 15:38
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EU-Kommission gestattet erstmals entsprechende Vorgaben

In Frankreich darf eine Regulierungsbehörde Großhandels-Preise für SMS festlegen. Wie die Europäische Kommission am Donnerstag in Brüssel bekannt gab, gestattete sie mit der Genehmigung für die Behörde ARCEP erstmals einem EU-Land, Mobilfunk-Anbietern entsprechende Vorgaben für die Tarife von Handy-Kurznachrichten zu machen.

Preise senken

Die ARCEP will die Preise für das Übermitteln von SMS zwischen den drei Netzbetreibern des Landes senken. Nach Berechnungen des Pariser Wirtschaftsblattes "La Tribune" dürften Verbraucher in Frankreich für das Versenden der Textbotschaften nun 18 bis 30 Prozent weniger zahlen.

"Ausgewogen und gerechtfertigt"

Die für den Telekom-Bereich zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding erklärte die Vorgaben der Regulierungsbehörde für elektronische Kommunikation und Post (ARCEP) für "ausgewogen und gerechtfertigt". Der Plan der Regulierer sieht vor, dass France-Télécom-Tochter Orange und SFR je SMS nur noch drei Cent kassieren dürfen, bei Bouygues Télécom sollen es 3,5 Cent sein. Die Großhandels-Preise hatten bis zum vergangenen November 5,3 Cent betragen; zuletzt lagen sie bei 4,3 Cent. Nach Angaben der ARECP wurden im Jahr 2005 12,7 Mrd. SMS in Frankreich versandt; dies bedeutete für die beteiligten Firmen Umsätze von mehr als 1 Mrd. Euro. (APA/AFP)

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