Streik bei Hyundai - Österreich drohen Lieferverzögerungen

30. Juli 2006, 17:12
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Der größte südkoreanische Autobauers stoppt den Export von insgesamt 81.000 Autos - In Österreich drohen im August Lieferverzögerungen

Seoul - Den weltweiten Kunden des größten südkoreanischen Autobauers Hyundai drohen in Folge eines Streiks womöglich Lieferverzögerungen bei ihren neuen Pkw. Hyundai gab am Donnerstag in Seoul bekannt, dass der Export von insgesamt 81.000 Autos nach Nordamerika, Europa, Asien und den Nahen Osten gestoppt worden sei. Dies entspreche der Zahl der Autos, die normalerweise binnen 20 Tagen ausgeführt würden.

Grund dafür seien Produktionsausfälle wegen eines Streiks. Ein Hyundai-Sprecher verwies darauf, dass es auch in Übersee Auto-Lager des Unternehmens gebe, so dass nicht sofort mit Lieferverzögerungen zu rechnen sei. "Wenn dieser Streik aber weitergeht, müssen ausländische Kunden womöglich länger auf ihre Fahrzeuge warten."

Ein Teil der 40.000 Beschäftigten befindet sich seit dem 26. Juni im Ausstand; sie wollen 9,1 Prozent mehr Lohn sowie bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen. Nach Angaben von Hyundai entsprechen die Produktionsausfälle bisher einem Wert von rund einer Milliarde Dollar (rund 800 Millionen Euro).

Lieferschwierigkeiten

In Folge des Streiks kann es auch in Österreich im August zu Lieferverzögerungen von rund einem Monat kommen. Betroffen seien zwei Modelle, welche, wollte das Unternehmen nicht bekannt geben. Das Modell "Santa Fe" sei jedenfalls in ausreichender Zahl vorhanden, hieß es am Donnerstag. (APA/AFP)

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