Immer mehr Menschen flüchten

25. Juli 2006, 07:14
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Offizielle Zahl der Flüchtlinge auf 162.000 gestiegen - Zwischen Mai und Juni 6.000 Zivilisten getötet

Bagdad - Die zunehmende Gewalt zwischen den moslemischen Glaubensgruppen hat die Zahl der Flüchtlinge im Irak stark ansteigen lassen. Nach Angaben des für Flüchtlingsfragen zuständigen Ministeriums sind in den vergangenen drei Wochen etwa 32.000 Menschen vor der Gewalt geflohen. Damit stieg die offizielle Zahl der Flüchtlinge auf insgesamt 162.000.

Ein Ministeriumssprecher sprach am Donnerstag von einem Besorgnis erregenden Zeichen. "Wir betrachten das als ein gefährliches Signal", sagte er. Die Behörden gehen inoffiziell von weitaus mehr Flüchtlingen aus.

Zwischen Mai und Juni 6.000 Zivilisten getötet

Die Vereinten Nationen hatten am Mittwoch davor gewarnt, dass die Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten die nationale Einheitsregierung bedrohe und das Land in einen Bürgerkrieg abgleiten könnte. Allein in den Monaten Mai und Juni seien 6.000 irakische Zivilisten getötet worden. Die USA forderten die irakische Regierung in ungewöhnlich direkter Weise auf, dringend für ein Ende der Gewalt zwischen den Moslemgruppen zu sorgen. (APA/Reuters)

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