Israel verschärft Abriegelung von Palästinensergebieten

21. Juli 2006, 22:51
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Geheimdienstwarnungen vor Anschlägen - Luftangriffe im Gazastreifen fordert Tote und Verletzte

Tel Aviv - Die israelische Armee hat am Donnerstag die Abriegelung der Palästinensergebiete verschärft. Eine Militärsprecherin bestätigte, Arbeitsgenehmigungen für mehrere tausend Palästinenser in Israel seien aufgehoben worden. Mehrere humanitäre Passierscheine sollten jedoch weiter gelten. Hintergrund der strengeren Blockade seien Geheimdienstwarnungen vor geplanten Anschlägen in Israel. Der israelische Rundfunk meldete, die Maßnahme solle bis Sonntag in Kraft bleiben.

Luftangriffe im Gazastreifen fordert Tote und Verletzte

Die israelische Luftwaffe hat am Mittwochabend ihre Angriffe im Gazastreifen fortgesetzt. Ziel war die Umgebung des Flüchtlingslagers Mughasi, in das am Morgen auch Bodentruppen eingedrungen waren. Die erste Attacke galt nach Militärangaben einer Gruppe bewaffneter Palästinensern, die sich auf die Streitkräfte zubewegt hätten. Ein Mann wurde getötet, etwa 20 weitere Personen erlitten Verletzungen, wie aus Kliniken in dem Autonomiegebiet verlautete.

Einem zweiten Luftangriff fiel Medizinern zufolge eine Frau zum Opfer. Vier weitere Menschen verletzt, einer davon schwer. Einige Stunden später wurde nach palästinensischen Angaben auch eine Gruppe von Zivilpersonen und Extremisten, die aus einer Moschee im Lager Mughasi kamen, unter Beschuss genommen. Dabei gab es vier Verletzte. Insgesamt wurden bei den Gefechten in dem Flüchtlingslager am Mittwoch rund 80 Palästinenser verletzt, wie aus Krankenhäusern verlautete. Nach israelischen Angaben wurde auch fünf Soldaten verwundet, zwei von ihnen schwer. (APA/dpa)

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