Superfund siegt beim Aufsteiger

21. Juli 2006, 14:47
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Paschinger drehten Partie nach Rückstand gegen Altach und gewannen 3:2

Kein Erfolgserlebnis gab es für den SCR Altach bei der Premiere in der österreichischen Fußball-Bundesliga. Der Aufsteiger hielt am Mittwoch beim 2:3 (2:2) gegen UEFA-Cup-Starter Pasching zwar bis zur Pause mit und bestimmte auch das Spiel, ging nach einem Freistoßtreffer von Marcel Ketelaer in der 72. Minute aber als Verlierer vom Platz.

In einer ereignisreichen ersten Spielhälfte hatte Kabat die Paschinger Führung erzielt, Schnellrieder und Muhr aber den zwischenzeitlichen Vorsprung für Altach herausgeschossen. Baur schaffte aber eine Minute vor dem Pausenpfiff noch den Ausgleich.

Die Vorarlberger bauten in ihrer Startformation auf zehn Spieler aus dem Erste-Liga-Meisterkader. Mit Innenverteidiger Chinchilla-Vega aus Costa Rica war nur ein Neuzugang auf dem Spielfeld zu finden, auch weil die Spielgenehmigungen nicht (bei Da Silva, Ledezma) oder erst kurz vor Spielbeginn (Dorta) eintrafen. Pasching setzte hingegen mit Riedl, Pamminger und Heimkehrer Mayrleb auf drei Neue. Trainer Milan Djuricic feierte nach elf Jahren - damals noch bei Vorwärts Steyr - sein Comeback in der Bundesliga.

Das Spiel startete mit einer weiteren Premiere, bereits nach sechs Minuten verwertete Peter Kabat eine Ketelaer-Flanke per Kopf zum Führungstreffer für den Dritten der abgelaufenen Meisterschaft. Es war das erste Tor der Saison 2006/07. Danach zogen sich die Oberösterreicher zurück und überließen dem Aufsteiger das Spiel. Eine Taktik, die bestraft wurde. Baldauf traf bei einem Fernschuss nur das Außennetz (10.), Winkler schupfte den Ball aus 15 Metern in die Hände von Pasching-Schlussmann Schicklgruber. Stürmer Unverdorben hatte gleich zweimal die Chance auf den Ausgleich am Fuß (23.,30.), scheiterte aber beide Male.

Während aus dem Spiel kein Treffer fiel, schlugen beide Mannschaften bis zum Pausenpfiff aus "Standards" zu. Altach-Kapitän Schnellrieder blieb es vorbehalten, den ersten Treffer der Vorarlberger in der Bundesliga zu erzielen. Das Urgestein verlängerte einen Freistoß per Hinterkopf zum 1:1-Ausgleich (34.), Schicklgruber irrte dabei durch den Strafraum. Altach blieb weiter am Drücker und ging zur Freude der 6.000 Zuschauer nur sieben Minuten später in Führung: ein Freistoß von Muhr segelte an Freund und Feind vorbei ins Netz (41.).

Die Fans auf den Rängen feierten noch, da erzielte der UEFA-Cup-Starter aus seiner zweiten Chance das zweite (Kopf-)Tor. Baur lenkte einen Kabat-Freistoß ins Altacher Gehäuse (44.) - ein umstrittener Treffer, weil der im Abseits stehende Bubenik Tormann Krassnitzer die Sicht verstellte. Für die Vorarlberger schien der Ausgleich wie ein Schock, von dem sie sich auch in der Pause nicht mehr erholten.

In den zweiten 45 Minuten präsentierte sich Pasching nämlich von Beginn weg initiativer und spielfreudiger. Die Vorarlberger ließen sich zu sehr zurückdrängen und die spielerische Linie vermissen. Ketelaer tauchte in der 51. Minute erstmals gefährlich vor dem Tor auf, Krassnitzer parierte aber den Schuss aus kurzer Distanz. Der Deutsche war es auch, der den Siegtreffer erzielte. Nach einem Foul an Mayrleb hob der bekannt gute Freistoßschütze den fälligen Strafstoß über die Mauer zum 3:2 für Pasching. (APA)

  • Cashpoint SCR Altach - FC Superfund Pasching 2:3 (2:2). Altach, Stadion Schnabelholz, 6.000, SR Einwaller

    Tore:
    0:1 (6.) Kabat
    1:1 (34.) Schnellrieder
    2:1 (41.) Muhr (Freistoß)
    2:2 (44.) Baur
    2:3 (72.) Ketelaer (Freistoß)

    Altach: Krassnitzer - Baldauf (82. Mayer), Guem, Chinchilla-Vega, Muhr - Zinna, Schnellrieder (75. Mattle), Winkler, Atav (62. Schoppitsch) - Unverdorben, Jagne

    Pasching: Schicklgruber - Bubenik, Baur, Mbock, Ortlechner - Chiquinho (80. Milojevic), Riedl (75. Baghdasaryan), Pamminger, Ketelaer - Kabat (63. Sariyar), Mayrleb

    Gelbe Karten: Winkler, Jagne bzw. Bubenik, Riedl, Sariyar

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Altach wollte hoch hinaus...

    • ...Doch Coach Michael Streiter musste feststellen, dass die Zeit dafür noch nicht reif war.

      ...Doch Coach Michael Streiter musste feststellen, dass die Zeit dafür noch nicht reif war.

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