Spätes Eigentor erledigt Rapid

21. Juli 2006, 14:47
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Mattersburg gewinnt im Burgenland durch ein Eigentor von Hlinka in der 87. Minute glücklich aber verdient mit 1:0

Nach der Nullnummer von Meister Austria zum Bundesliga-Saisonauftakt gegen den GAK musste sich der Lokalrivale Rapid am Mittwochabend in Mattersburg sogar mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Peter Hlinka war in der 87. Minute nach einem Freistoß von Fuchs aus kurzer Distanz "erfolgreich" und hängte seinem Tormann Payer ein "Gurkerl" zum schließlich verdienten Sieg für die Burgenländer an.

Rapid 2006 auswärts sieglos

Denn die Hausherren, die im 13. Bundesligaduell zum dritten Mal die Wiener bezwangen, hatten die besseren Chancen, die aber durch Thomas Wagner (zwei Mal) und Fuchs vergeben wurden. Der insgesamt zweite Heimsieg der Mattersburger gegen den grünen "Bruderklub" bedeutete gleichzeitig die Fortsetzung von zwei Serien: Mattersburg ist in der Bundesliga nun sechs Spiele in Folge ungeschlagen (vier Siege, zwei Remis) und hat daheim heuer noch kein Spiel verloren, Rapid ist auswärts elf Spiele en suite sieglos, hat somit im Jahr 2006 auf fremden Plätzen noch nicht gewonnen.

Für die erste gefährliche Situation sorgte ein Rückpass von Dober, wobei Payer gerade noch vor Naumoski und Wagner rettete (12.). Nach einem gefährlichen Freistoß von Fuchs (Payer war wieder auf dem Posten/22.), hatte Thomas Wagner zwei Minuten später seine erste "Hundertprozentige". Fuchs verlängerte eine Flanke von Holenak mit dem Kopf zu Naumoski, dessen Schuss aus schrägem Winkel parierte Payer, der Ball kam zu Wagner, der den Ball aus kürzester Distanz über das Tor schaufelte.

Kincl versiebte

Die beste Möglichkeit für Rapid vor der Pause fand in der 31. Minute Kincl vor, der den Ball mit dem Kopf um Zentimeter neben das Tor zirkelte. In der 45. Minute schien das 1:0 für die Hausherren unvermeidlich, als Kühbauer mit einem Idealpass Thomas Wagner freispielte, doch dieser schoss den Ball allein vor Payer an der linken Stange vorbei. Gleich darauf rettete Borenitsch vor Vorisek und in der Nachspielzeit jagte Naumoski nach einem Corner den Ball aus guter Position hoch über das Tor.

Die dritte Riesenchance für die Hausherren fand dann Fuchs in der 52. Minute vor, als er nach Vorarbeit von Naumoski frei zum Schuss kam, doch an Payer scheiterte. Dann tat sich lange Zeit wenig Gefährliches. Bis eben zur 87. Minute, als Fuchs von rechts einen Freistoß vor das Rapid-Tor zirkelte und dort Hlinka den Unglücksraben spielte. Rapid hatte übrigens auch vor einem Jahr - 2:3 gegen Sturm und das als regierender Meister im St. Hanappi - einen Fehlstart verzeichnet.

Was die eventuelle Rückkehr von Steffen Hofmann von den Münchner Löwen zu Rapid betrifft, so sieht Sportchef Peter Schöttel eine realistische Chance, weiß aber auch, dass man oft schon im letzten Moment gescheitert ist. Was den Wechsel von Gernot Plassnegger angeht, so würde man den Spieler, der aus dem Vertrag beim GAK ausgetreten ist, nachdem ihm Geld geschuldet worden ist, wenn notwendig vor Gericht unterstützen. (APA)

  • SV Mattersburg - SK Rapid Wien 1:0 (0:0), Pappelstadion, 15.200, Brugger.

    Tor: 1:0 (87.) Hlinka (Eigentor)

    Mattersburg: Borenitsch - Sedloski, Patocka, Ratajczyk - Atan (82. Kaintz), Holenak, Kühbauer, Mörz, Fuchs - Naumoski (79. Hanikel), Th. Wagner (93. Bürger)

    Rapid: Payer - Dober, Valachovic, Martin Hiden, Katzer - Garics (82. Korkmaz), Hlinka, Vorisek, Bazina - Bilic, Kincl (91. Burgstaller)

    Gelbe Karten: Holenak, Sedloski bzw. Kincl, Bazina, Martin Hiden, Valachovic

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Perfekter Liga-Auftakt für Mattersburg im gut gefüllten Pappelstadion.

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