Berliner Christopher Street Day zeichnet Zapatero aus

21. Juli 2006, 15:57
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Spanischer Ministerpräsident schuf gleiche Rechte für schwule und lesbische Paare

Berlin - Der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero wird vom Christopher Street Day (CSD) in Berlin mit dem diesjährigen Zivilcouragepreis ausgezeichnet. Der Preis wird alljährlich an Personen vergeben, "die sich entschlossen und couragiert für die Anliegen von Minderheiten engagieren".

Der seit April 2004 amtierende spanische Regierungschef Zapatero habe die konservative Vorgängerregierung auch mit dem Versprechen abgelöst, für Spaniens Homosexuelle gleiche Rechte parlamentarisch besiegeln zu lassen, betonten die CSD-Veranstalter am Mittwoch. "Zapatero, klassisch verheiratet und Vater zweier Töchter, hielt seine Versprechen".

Seine Partei habe für Homosexuelle eine Rechtssicherheit verwirklicht, "die in Europa einzig ist - und für ein katholisch geprägtes Land eine Besonderheit". Zapatero habe sich auch vom katholischen Protest in seinem Land nicht beirren lassen. Das mache ihn zum Vorbild und zum Zivilcourage-Preisträger.

Die Auszeichnung soll an diesem Freitag stellvertretend dem spanischen Botschafter in Berlin, Gabriel Busquets Aparicio, überreicht werden. Am Samstag findet in Berlin der traditionelle Straßenumzug zum Christopher Street Day statt. Zu dem Umzug erwarten die Veranstalter rund 450.000 Besucher. (APA)

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    Jose Luis Rodriguez Zapatero

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