Der Moment der Stille

15. Juni 2000, 16:59

Die Parade erinnert an die Opfer von homophober Gewalt und von AIDS

Der Moment der Stille erinnert an die Opfer von homophober Gewalt und von AIDS. Er ist fester Bestandteil der Wiener Regenbogen Parade. In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Hochschülerschaft wurde für den diesjährigen Moment der Stille eine besondere Aktion entwickelt, die auf einen wichtigen gesellschaftlichen Sachverhalt hinweist, der homophobe Gewalt fördert und die Verbreitung von AIDS unterstützt: Ignoranz und Verschweigen.

Lesben, Schwule, Bisexuelle und TransGender-Personen sehen sich häufig einer gesellschaftlichen Mauer des Schweigens gegenüber, die ihr Leben mit Tabus belegt und sie darum als AußenseiterInnen zu Opfern von Gewalt und Unkenntnis werden lässt. Diese gesellschaftliche Mauer des Schweigens gilt es einzureißen.

Um 16.30 Uhr wird die Parade für eine Minute Stille wahren. Die Zugspitze wird zu diesem Zeitpunkt eine symbolische Mauer des Schweigens erreicht haben, die quer über die Ringstraße vor der Universität aufgebaut sein wird. Nach der Schweigeminute wird der Truck des CSD Wien diese Mauer durchbrechen und zerstören.

Danach wird die Parade ihren Zug zur Schlusskundgebung am Äußeren Burgtor fortsetzen.

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