Rekord für Vuillaume-Violine - Bamberger Antiquitätenwochen

27. Juli 2006, 14:42
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London - Er war die sechste Generation der französischen Geigenbauer-Dynastie Vuillaume: Jean Baptistes (1798- 1875) Vorbilder waren die für ihre Schönheit und den unvergleichlichen Klang legendären Instrumente aus Cremona. In den 1860er-Jahren schuf er in seiner Pariser Werkstatt nicht weniger als 3000 nummerierte Instrumente. Die Art der Beschaffung seiner Materialien rief nicht selten Verwunderung hervor: Auf Reisen durch die Schweiz hielt Vuillaume Ausschau nach alten Schränken, Tischen oder Tanzböden, die er oftmals sofort zerlegte und nur die für ihn verwertbaren Hölzer mitnahm. Zu den berühmtesten Musikern, die seine Tonwerkzeuge wertschätzten, gehören Nicolo Paganini oder Charles Auguste de Bériot, der ausnahmslos nur mit Vuillaume-Bögen spielte. Im Rahmen der Auktion Musical Instruments wechselte bei Sotheby's am 11. Juli eine seiner Violinen für stolze 66.000 Pfund (umgerechnet 96.570 Euro) und damit dem bisherigen Rekord für ein Vuillome-Instrument in den Besitz eines britischen Musikers. Die insgesamt 170 versteigerten Musikinstrumente schlugen sich mit einem Umsatz von umgerechnet 1,4 Millionen Euro zu Buche. (kron)
Bamberger Antiquitätenwochen

Bamberg - Am 25. Juli eröffnen die 95. Bayreuther Festspiele mit einer Wiederaufnahme des Fliegenden Holländers, bis 28. August locken 30 Vorstellungen überzeugte Wagnerianer auf den Grünen Hügel ins Oberfränkische. Einen 60-Kilometer-Abstecher entfernt veranstalten rund 20 Kunst- und Antiquitätenhändler zum elften Mal die Bamberger Kunst- & Antiquitätenwochen (21. Juli bis 21. August). Christian Eduard Franke, Ulf D. Härtl und Senger Bamberg - um nur einige zu nennen - präsentieren ein breites Spektrum an Kunst und Kunsthandwerk aus fünf Jahrhunderten. Zu den ältesten Objekten zählen gotische Heiligenfiguren aus berühmten Werkstätten. Stark vertreten ist das Mobiliar der Barock- und Biedermeierzeit. Die Klassische Moderne ist mit Werken von August Hacke, Alfons Walde und Gabriele Münter vertreten. (kron/DER STANDARD, Printausgabe, 20.7.2006)

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