Ausstellung widmet sich dem Schicksal von "Sippen- und Sonderhäftlingen"

26. Juli 2006, 13:02
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Berliner Schau läuft bis Mitte November

Berlin - In Berlin ist am Mittwoch anlässlich des 62. Jahrestags des Attentats auf Adolf Hitler eine Sonderausstellung in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand eröffnet worden. Die Ausstellung unter dem Titel "Rückkehr ins Leben - SS-Geiseln in der Alpenfestung - Die Verschleppung prominenter KZ-Häftlinge aus Deutschland nach Südtirol" zeigt bis zum 15. November erstmals das Schicksal prominenter "Sippen- und Sonderhäftlinge" von 1944/45.

Historischer Hintergrund

Mehr als 130 Gefangene aus 17 Ländern Europas waren gegen Kriegsende in die Alpen verschleppt worden. Die Gefangenen, unter ihnen viele Familienangehörige der am Hitler-Attentat Beteiligten, wurden im April 1945 aus den Konzentrationslagern Buchenwald und Flossenbürg im KZ Dachau zusammengezogen und von hier unter besonderer Bewachung über Innsbruck nach Niederdorf im Hochpustertal in Südtirol gebracht. Dort wurden die Häftlinge aus dem Hotel "Pragser Wildsee" am 4. Mai 1945 von amerikanischen Truppen befreit.

Am 20. Juli 1944 hatte der Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Oberst der deutschen Wehrmacht, im Führerhauptquartier "Wolfsschanze" in Ostpreußen (heute Polen) eine Bombe explodieren lassen. Hitler überlebte aber das Attentat, der Staatsstreich scheiterte. Stauffenberg und seine Mitverschwörer wurden hingerichtet.(APA/dpa)

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