Österreich-Trio überrascht Stuttgart

22. Juli 2006, 22:29
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Melzer, Koubek und Marach im Achtelfinale - Während Koubeks Erfolg nicht auszuschließen war, glänzten Melzer und Marach gegen die Gesetzten Mirnyi und Gasquet

Stuttgart - Österreicher-Tag beim Tennis-ATP-Turnier in Stuttgart am Mittwoch. Nach Siegen von Jürgen Melzer, Stefan Koubek und Oliver Marach stehen drei ÖTV-Spieler bei dem mit 586.250 Euro dotierten "Mercedes Cup" im Achtelfinale. Alle drei überzeugten bei der Generalprobe für die Generali Open in Kitzbühel mit Zwei-Satz-Siegen, wobei Melzer und Marach mit Erfolgen gegen gesetzte Spieler überraschten.

Nachdem Koubek gegen den Russen Teimuras Gabaschwili 7:6 (6),6:2 erfolgreich blieb, schlug Melzer den als Nummer zwölf gesetzten Weißrussen Max Mirny 6:3,6:1. Marach erreichte gegen den Franzosen Richard Gasquet (16), in der Vorwoche Sieger in Gstaad, die Runde der besten 16. Der 26-jährige Steirer verwertete nach 1:24 Stunden den ersten Matchball zum 6:4,6:2. Drei österreichische Profis im Achtelfinale eines ATP-Turniers waren zuletzt im Rahmen der BA-CA-Trophy in Wien im Oktober 2005 zu finden.

Schon vor den Achtelfinal-Spielen darf sich Österreich darüber hinaus über einen Platz im Viertelfinale freuen. Marach und Koubek treffen nämlich nun im direkten Duell aufeinander, beide haben im Rahmen eines Grand-Slam- oder ATP-Events noch nie gegeneinander gespielt. Österreichs Nummer eins Jürgen Melzer trifft auf Juan Monaco, der beim Stand von 6:3,1:0 von einer Aufgabe seines belgischen Konkurrenten Kristof Vliegen (6) profitierte. Auch der 25-jährige Niederösterreicher und der 22-jährige Argentinier, 88. der Tennis-Weltrangliste, stehen einander auf der ATP-Tour zum ersten Mal gegenüber.

Für Koubek hat die aufsteigende Form in Deutschland - der Achtelfinal-Einzug in Stuttgart war erst der zweite auf einem ATP-Turnier nach Zagreb im Februar - weitere angenehme "Nebenwirkungen". Der 29-jährige Kärntner Tennisprofi, der als "Lucky Loser" in den Stuttgart-Hauptbewerb rutschte, darf sich berechtigte Hoffnungen auf eine Wild Card beim Heim-Turnier in Kitzbühel, das am Samstag startet, machen. Von Seiten der Organisatoren freut man sich jedenfalls über den Formanstieg der heimischen Equipe.(APA)

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