Vom Modul zum Taikonauten: Chinas Mond- und Marspläne

22. Juli 2006, 12:00
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Konkurrenz für bestehende Weltraummächte - zumindest in der Ankündigunspolitik kann China bereits mithalten

Peking - Wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua in der abgelaufenen Woche unter Berufung auf einen Regierungsvertreter meldete, sollen chinesische Expeditionen zu Mond und Mars in den kommenden fünf Jahren im Detail geplant werden. Auf Basis der Mond-Untersuchungen würde dann auch der Mars in den Fokus der Forschung rücken. Zudem wolle die Volksrepublik bei ihren Weltraumprojekten künftig verstärkt die Zusammenarbeit mit anderen Staaten suchen.

Staatliche chinesische Medien hatten zuletzt berichtet, die Erkundung des Mondes solle im kommenden Jahr beginnen. Mit einem unbemannten Satelliten würden zunächst dreidimensionale Bilder von der Oberfläche des Himmelskörpers aufgenommen.

Der Fahrplan

Bis 2017 will China den Angaben nach ein Modul entwickeln, mit dem Gesteinsproben auf dem Mond gesammelt werden können. 2024 soll erstmals ein Chinese auf dem Erdtrabanten stehen, wie eine regierungsnahe Zeitung im Juni berichtete.

Die Regierung in Peking plant seit langem, zur Weltraummacht aufzusteigen und damit den USA und Russland Konkurrenz zu machen. Sie betont dabei aber auch immer wieder, ihre Forschung diene rein friedlichen Zwecken. Zuletzt machte China im vergangenen Jahr Schlagzeilen, als das Land seinen zweiten bemannten Weltraumflug erfolgreich abschloss.

Nicht weniger vollmundige Ankündigungen

US-Präsident George W. Bush hatte 2004 ebenfalls Pläne für einen bemannten Flug zum Mond vorgelegt und dabei als Zielmarke das Jahr 2020 angegeben. Auch Expeditionen zum Mars und anderen Planeten schloss er nicht aus. (APA/Reuters)

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