Constantia bestätigt Einladung

20. Juli 2006, 12:57
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Knappe Presse­mitteilungen nach Vorwürfen gegen Minister: Dementi von Grasser und Meinl, Privatbank Constantia bestätigt Einladung nach St. Moritz

Äußerst knapp sind am Mittwoch die Reaktionen von Meinl-Bank und Finanzministerium auf die neuen Vorwürfe des Grün-Abgeordneten Peter Pilz ausgefallen. Finanzminister Karl-Heinz Grasser wies die Aussagen via Presseaussendung pauschal als "haltlos" zurück, die Meinl-Bank dementierte die Darstellung des Grün-Mandatars in Sachen Flug nach Venedig. Außerdem prüft die Bank nach eigenen Angaben rechtliche Schritte gegen Pilz. Die Constantia Privatbank bestätigte zumindest die Einladung auf eine Übernachtung in St. Moritz.

Dementi von Meinl

In der knappen Aussendung der Meinl-Bank heißt es, Grasser sei "im Jahr 2003 nicht auf Einladung der Meinl-Bank - wie von Pilz behauptet - 'mit einer Falcon 2000 nach Venedig und retour' geflogen worden". Dies habe man Pilz auch nie bestätigt. Pilz bleibt jedoch bei seiner Darstellung: Noch am Dienstagabend habe ihm ein Meinl-Mitarbeiter erklärt, es habe sich bei dem fraglichen Flug mit Grasser nach Venedig am 18. September 2003 nicht um einen bezahlten Flug gehandelt. Vielmehr habe Julius Meinl die Anschaffung der Falcon 2000 überlegt und das Flugzeug daher ausprobiert. Von Meinls Pressesprecher war dazu keine Stellungnahme zu erhalten.

"Vollkommen haltlos"

Ähnlich knapp die Aussendung des Finanzministeriums: Die Vorwürfe der Grünen werden als "vollkommen haltlos" bezeichnet. Außerdem habe sich Grasser stets an die österreichischen Gesetze gehalten, Pilz sei wegen seiner "unredlichen Angriffe" auf den Finanzminister bereits zweimal rechtskräftig verurteilt worden. Inhaltlich wird auf die Pilz-Aussagen jedoch nicht eingegangen. Stattdessen verweist das Ministerium auf die Meinl-Aussendung und betont, die Vorwürfe in Sachen Banken-Honorare und Constantia Privatbank seien bereits "zur Gänze in parlamentarischen Anfragen behandelt worden".

"Ein alter Hut"

Seitens der Constantia hieß es dazu, Grasser sei 2004 zu einem Vortrag zum "Finanz und Wirtschaftsforum St. Moritz" eingeladen gewesen. Die erste Übernachtung habe die Bank beglichen, die zweite Übernachtung habe man dem Finanzminister weiterverrechnet. Grasser sei damals gemeinsam mit dem ehemaligen deutschen CDU-Politiker Lothar Späth aufgetreten. Das Ganze sei jedoch ein "alter Hut".

Späth ist übrigens Anfang der 90er über eine Yacht-Affäre gestolpert. Der CDU-Politiker musste als Ministerpräsident von Baden-Württemberg zurücktreten, weil er sich von einem befreundeten Unternehmer zu einem Segeltörn (Wert: 90.000 DM) hatte einladen lassen. (APA)

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    Seitens der Constantia Privatbank hieß es, Grasser sei 2004 zu einem Vortrag zum "Finanz und Wirtschafts­forum St. Moritz" eingeladen gewesen. Die erste Übernachtung habe die Bank beglichen, die zweite Übernachtung habe man dem Finanzminister verrechnet.

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