Mutter flüchtete aus Spital und ließ Baby zurück

19. Juli 2006, 11:30
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Arzt: "Es ist gut, dass die Frau ihr Kind in einem Spital und nicht daheim auf die Welt gebracht hat"

Wien - Eine junge Frau aus Rumänien, die am Samstag in der Wiener Rudolfstiftung ein Kind geboren hat, ist aus dem Spital geflüchtet und hat das Baby zurückgelassen. Dem drei Tage alten Buben geht es sehr gut, erklärte der ärztliche Direktor, Dr. Robert März. Er bestätigte damit einen Bericht der Gratis-Zeitung "Heute".

Die Frau wurde am Samstag mit der Rettung eingeliefert. Es war laut März eine "komplikationslose Geburt". Der Bub wiegt 2.870 Gramm und ist 47 Zentimeter groß. Da die Frau kein Deutsch sprach, dolmetschte ein Spitalsmitarbeiter, vor der Geburt.

Für den Arzt hat die junge Frau richtig gehandelt, weil sie ihr Kind in einem Spital und nicht daheim auf die Welt gebracht hat. Auch dass sie das Baby in einem Krankenhaus, wo sich alle um den Buben kümmern, zurückgelassen hat, ist für den Mediziner die bessere Lösung. Es war vom Sicherheitsfaktor gut gewesen, für die Geburt ins Spital zu gehen, erklärte März. Der Fall wird jetzt wie eine anonyme Geburt behandelt. Sowohl in der Rudolfstiftung als auch im AKH habe es einen derartige Fall noch nie gegeben, hieß es in den beiden Wiener Spitälern. (APA)

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