Aufruf zum Blutspenden: Engpass in Österreich noch nicht behoben

21. Juli 2006, 12:18
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Allein in Wien, Niederösterreich und im Burgenland werden monatlich 20.000 Blutkonserven benötigt

Wien - Das Österreichische Rote Kreuz sucht weiterhin dringend Blutspender. Am Dienstag wurden zwar 500 Spenden abgenommen, sie reichen jedoch nicht aus, um den Engpass zu beheben, erklärte die Organisation. Monatlich werden allein für rund 70 Spitäler in Wien, Niederösterreich und im Burgenland ungefähr 20.000 Blutkonserven benötigt.

900 statt 4.000 Konserven

So werden in der Wiener Blutspendezentrale normalerweise knapp 4.000 Konserven in der Woche vergeben. Derzeit stehen nur noch 900 zur Verfügung. Bernhard Jany, Pressesprecher des ÖRK, erklärte sich die Blutknappheit einerseits mit der Urlaubssaison, andererseits mit den Operationen. Bisher wurden in den Sommermonaten nur Notfälle operiert, Routineoperationen wurden auf den Herbst und Winter geschoben. Ein weiterer Grund seien auch die vermehrten Fernreisen, die Menschen wochenlang für eine Blutspende nicht zulassen.

Daher rief das Rote Kreuz nochmals dringend dazu auf, seine Blutspendezentrale oder eines der mobilen Aufnahmeteams aufzusuchen. Die Blutspendezentrale in der Wiedner Hauptstraße 32 in Wien hat am Mittwoch ihre Öffnungszeit bis 22.00 Uhr verlängert. Am Donnerstag besteht bis 20.00 Uhr die Möglichkeit zur Blutspende.

Informationen erhalten Sie unter der Servicenummer 0800/190-190
für Wien unter der Nummer 01/589-00/900 oder unter den Internetadressen: blut.at und roteskreuz.at.

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