IBM steigert Quartalsgewinn

27. Juli 2006, 10:16
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Plus von 10,5 Prozent - Umsatz hat jedoch stagniert

Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat im zweiten Quartal 2006 trotz stagnierender Umsätze seinen Gewinn mit Hilfe solider Software-Ergebnisse und durch den Wegfall des im Mai 2005 verkauften verlustbringenden PC-Geschäfts kräftig erhöht.

Erwartungen übertroffen

Die International Business Machines Corp. verdiente 2,0 Mrd. Dollar (1,6 Mrd. Euro) oder 10,5 Prozent mehr als im April-Juni-Abschnitt des Vorjahres. Der Gewinn je Aktie legte auf 1,30 (Vorjahresvergleichszeit: 1,12) Dollar zu. Dies hat IBM mit Sitz in Armonk (New York) am Dienstag nach Börsenschluss bekannt gegeben. Damit übertraf IBM die Wall-Street-Erwartungen um einen Cent je Aktie.

Der Quartalsumsatz schrumpfte um 1,7 Prozent auf 21,9 Mrd. Dollar. Klammert man das PC-Geschäft in der Vorjahresvergleichszeit aus, gab es einen Umsatzanstieg von einem Prozent.

Umsatzeinbußen

IBM legte in Nord- und Südamerika um ein Prozent auf 9,5 Mrd. Dollar zu. In der Region Europa/Naher Osten/Afrika fiel der Umsatz um vier Prozent auf 7,2 Mrd. Dollar und im asiatisch-pazifischen Raum um neun Prozent auf 4,2 Mrd. Dollar. Im Geschäft mit anderen Herstellern erhöhte IBM seinen Umsatz um 34 Prozent auf 939 Mio. Dollar.

Der Halbjahresumsatz fiel wegen des Verkaufs der PC-Sparte an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo um 5,8 Prozent auf 42,5 Mrd. Dollar. Der Branchen-Primus verdiente in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 3,7 (Vorjahresvergleichszeit 3,2) Mrd. Dollar oder 2,37 (1,96) Dollar je Aktie.

Starkes Softwaregeschäft

IBM-Konzernchef Samuel J. Palmisano hob das starke Softwaregeschäft hervor. Das Großrechnergeschäft ist nach seinen Angaben ebenfalls wieder in Form. Im wichtigen Dienstleistungsgeschäft habe es verbesserte Margen gegeben.

Allerding holte IBM mit seiner Dienstleistungssparte im zweiten Quartal nur Neuaufträge von 9,5 Mrd. Dollar herein, und der Umsatz fiel um ein Prozent auf 11,9 Mrd. Dollar. IBM hatte am Quartalsende bei seiner größten Sparte einen Auftragsbestand von 109 Mrd. Dollar.

Sinkende Hardwareumsätze

Der Hardware-Umsatz fiel im April-Juni-Abschnitt um drei Prozent auf 5,1 Mrd. Dollar und stieg unter Ausklammerung der PC-Umsätze im Vorjahr um drei Prozent. Bei Software steigerte IBM den Umsatz um fünf Prozent auf 4,2 Mrd. Dollar.

Der Computerriese hatte zum Quartalsende zehn Mrd. Dollar liquide Mittel. Das Unternehmen verwies auf die starke Bilanz. Die Gesellschaft sei damit gut positioniert, um bei sich bietenden Möglichkeiten zuzugreifen. IBM kaufte in dem Dreimonatsabschnitt eigene Aktien im Wert von 2,5 Mrd. Dollar zurück.(APA/dpa)

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    Samuel Palmisano, Vorsitzender und Chief Executive Officer von IBM.

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