Israelische Armee zerstört Lkw mit Waffen

18. Juli 2006, 23:26
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Armee: Vier Lastwagen mit Munition für die Hisbollah kamen aus Syrien - Olmert wirft Iran Beteiligung an Soldaten-Entführung vor

Jerusalem - Die israelische Armee hat am Dienstag nach eigenen Angaben vier aus Syrien kommende Lastwagen zerstört, die mit Waffen und Munition für die Hisbollah-Miliz beladen waren. Die Luftwaffe habe die Lkw in der an Syrien grenzenden Bekaa-Ebene im Nordosten des Libanon gesichtet und dann zerstört, teilte eine Armeesprecherin in Jerusalem mit.

Die Waffen und die Munition hätten zu den Lagern der Hisbollah im Süden des Libanon gebracht werden sollen. "Wir haben mehrmals gewarnt, dass wir alles zerstören, was mit der Hisbollah zusammenhängt", fügte die Sprecherin hinzu.

Olmert wirft Iran Beteiligung an Soldaten-Entführung vor

Israel hat dem Iran vorgeworfen, an der Entführung der beiden israelischen Soldaten durch die libanesische Hisbollah beteiligt gewesen zu sein.

Die Entführung sei vom Iran mit koordiniert worden, erklärte Israels Ministerpräsident Ehud Olmert am Dienstagabend. Der Iran wolle damit unter anderem die Aufmerksamkeit der Welt von seinem Atomprogramm ablenken. Zuvor hatte Israels Armee erklärt, die Hisbollah-Miliz schmuggle Waffen aus Syrien in den Libanon. Die USA forderten Syrien und den Iran auf, ihren Einfluss auf die Hisbollah geltend zu machen und darauf zu drängen, dass diese ihre Raketenangriffe auf Israel einstelle.

Israels Offensive gegen die Hisbollah im Libanon dauert seit einer Woche an. Im Gegenzug wird Israel täglich mit Raketen der Hisbollah aus dem Südlibanon beschossen. Mehr als 200 Zivilisten kamen dabei bislang ums Leben.

Olmert teilte zudem mit, es sei zu früh, um über eine internationale Friedenstruppe zur Stabilisierung des Libanon zu sprechen. UN-Generalsekretär Kofi Annan hatte zuvor für die Entsendung einer internationalen Stabilisierungstruppe mit europäischer Beteiligung geworben. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte aber, eine Entscheidung darüber sei noch nicht spruchreif. (APA)

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