Österreicher sind Pass-narrisch

21. Juli 2006, 09:36
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Schon 100.000 Chip-Pässe verkauft

Wien – Der Reisepass mit Chip hat schon nach etwas mehr als einem Monat die sechsstellige „Schallmauer“ durchbrochen. Das 100.000. Stück wurde Dienstag von Innenministerin Liese Prokop persönlich an eine 13-jährige Niederösterreicherin aus Wiesmath überreicht. An Spitzentagen wurden landesweit bis zu 8000 biometrische Pässe beantragt, mit der Hälfte davon hatte man vor der Einführung am 16. Juni gerechnet. Zuletzt liefen die Dokumente im 24-Stunden-Schichtbetrieb vom Band der Österreichischen Staatsdruckerei. Laut Prokop ist der Ansturm bisher problemlos bewältigt worden.

Versprochene fünf Werktage oft nicht eingehalten

Viele Antragsteller mussten aber enttäuscht zur Kenntnis nehmen, dass die versprochenen fünf Werktage bis zur Zustellung nicht mehr garantiert wurden. Deswegen beantragten viele einen 100 Euro teuren "Expresspass". Dieser sollte in zwei, drei Tagen verfügbar sein. Doch auch in diesem Fall besteht kein Rechtsanspruch darauf, dass der Pass bis zum garantierten Termin zugestellt wird. (simo; DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19.7.2006)

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    Bereits 100.000 Chip-Pässe wurden ausgeliefert.

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