Was Trapattoni schon alles weiß

18. Juli 2006, 21:30
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Salzburg-Boss lernt das Fill-Metallbau-Stadion kennen - Ried freut sich auf die Bullen

Ried/Salzburg - Giovanni Trapattoni lernt am Mittwoch das zumindest im Innviertel legendäre Fill-Metallbau-Stadion kennen. Dort haust der SV Ried, Trainer (Teamchef) Trapattoni hat sich schlau gemacht. Er weiß über die Heimstärke des Gegners Bescheid, in der vergangenen Saison verlor Red Bull Salzburg ohne Trapattoni und logischerweise auch ohne Lothar Matthäus gleich zweimal (0:3, 1:2). Die Auswärtsschwäche der Bullen war generell beeindruckend, von 54 möglichen Punkten wurden lachhafte 18 erbeutet.

Die Bullen werden nun als hochhaushoher Titelfavorit gehandelt, das Budget wird auf 50 Millionen Euro geschätzt. Binnen 16 Tagen müssen sechs Partien absolviert werden, auch die beiden in der Qualifikation zur Champions Legaue gegen den FC Zürich. National stehen zunächst drei Auswärtspartien an, da am Stadion in Salzburg gebastelt wird. Trapattoni betonte die Bedeutung des ersten Pflichtspiels: "In allen Ländern, in denen ich bis jetzt gearbeitet habe, war das erste Saisonspiel immer extrem wichtig."Und dabei sei wiederum "nur das Ergebnis entscheidend, nicht das Spiel."Der Italiener war mit dem Verlauf der Vorbereitung zufrieden: "Ich denke, dass wir die Spieler haben, die dieses Ergebnis bringen können. Die Testspiele waren sehr aufschlussreich und teilweise auch erfolgreich. Ich habe gesehen, dass die Mannschaft meine Ideen umsetzt."

Gegen Ried dürfte Rene Aufhauser der einzige Österreicher in der Startformation sein, er wird von vier Deutschen und je einem Ungarn, Chilenen, Serben, Schweizer, Kroaten und Tschechen umzingelt: "Mit halbherzigem Auftreten kann man in Ried nichts gewinnen. Das wissen wir. Wir müssen über den Kampf ins Spiel finden und hinten kompakt stehen."

Aufhausers neuer Kollege, der kroatische WM-Kapitän Niko Kovaè, verlangt, "dass wir unsere Qualität auf dem Platz abrufen. Ein Sieg würde uns für die nächsten Aufgaben Flügel verleihen."

Trapattonis Gegenüber Helmut Kraft blickt mit Ried bereits auf erfolgreich absolvierte UI-Cup-Wochen zurück. "Das ist einerseits ein Vorteil, da wir im Rhythmus sind, andererseits haben wir schon ein paar Verletzte. Salzburg ist der ideale Auftaktgegner." (red - DER STANDARD PRINTAUSGABE 19.7. 2006)

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