Japan plant Wetterprognose für die nächsten 30 Jahre

Redaktion, 18. Juli 2006, 12:44

In einem ehrgeizigen Projekt, das kommendes Frühjahr starten soll, sollen Taifune, Blizzards und Dürreperioden vorhergesagt werden

Tokio - Japan will das Wetter nicht nur für die kommende Woche, sondern ganze 30 Jahre im Voraus wissen: Mit einem ehrgeizigen Projekt sollen Taifune, Blizzards und Dürreperioden vorhergesagt werden, wie ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums in Tokio am Dienstag erklärte. Grundlage sind Berechnungen eines der schnellsten Supercomputer der Welt, des Earth Simulator in Yokohama. Der Rechner sammelt Daten wie Luftdruck, Luft- und Wassertemperaturen sowie Meeresströmungen.

Vor dem Eintreten reagieren

Durch die Auswertung "können wir sehen, für welche Regionen ein Risiko besteht, und uns Gedanken machen, welche Gegenmaßnahmen wir ergreifen", sagte Ministeriumssprecher Tomonori Otake. Dank frühzeitiger Warnungen könnten Regierungen dann noch vor dem Eintreffen von Naturkatastrophen Hilfsmittel für potenziell betroffene Gegenden zur Verfügung stellen.

Großzügiges Budget

Die geplante langfristige Vorhersage ist Teil eines Projekts des Wissenschaftsministeriums in Tokio, Trends der globalen Erwärmung für die nächsten 300 Jahre aufzuzeichnen. Der Start ist für den kommenden Frühling geplant. Ein Budget ist noch nicht bekannt, die Kosten könnten bei rund drei Milliarden Yen (21 Millionen Euro) pro Jahr liegen. Der 350 Millionen Dollar teure Earth Simulator aus dem Jahr 2002 schafft pro Sekunde 35,6 Billionen Rechenvorgänge. (APA/AP)

Kommentar posten
11 Postings
Jetzt weiß ich

endlich, warum die Wettervorhersagen in Japan bisher so schlecht waren. Offenbar musste man im Wissenschaftsministerium kräftig sparen! Vor den Olympischen Winterspielen in Nagano hieß es von japanischer Seite her, das Wetter sei im Gebirge absolut nicht vorhersehbar. Einzelne mitteleuropäische Länder brachten hierauf ihre eigenen Propheten mit.
Ergebnis: Thomas Buchelis Erfolgsrate lag bei 86% (3-Tage-Vorhersage), der offizielle Wetterdienst erreichte in der gleichen Zeit knapp 50% ...
Da können wir uns jetzt ja mal freuen!

Nichts Neues

Der Vorläufer dieses ehrgeizigen Projektes ist der 100 jährige Bauernkalender.

Hoffentlich

wird sich das zukünftige Wetter dann auch an die Prognose halten....

ö3-weltklassesager

ist schon einige zeit her, aber der sager war genial:
ö3-mann beschwert sich bei der wetterredaktion wegen deren ungenauen vorhersagen. daraufhin der wettermann "ja stimmt. aber seit wir auf kaffeesudleserei umgestellt haben, stimmen die prognosen um über 50% genauer"...

es kommt halt drauf an...

... um welche Wetterredaktion es sich handelt. Orf, Ö3 und selbst ZAMG würde gar nicht erst bemühen. Es gibt aber auf europäischer Ebene einige gute Wetterinstitute, die auch Infos im Internet anbieten, etwa wetteronline.de (besonders: profi.wetteronline.de) oder wunderground.com.

na hoffentlich schlägt da nicht ...

ein chinesischer schmetterling mit seinen flügeln. aber die sicherheit ist da, dass man statistisch gar nicht soo falsch lag. hitzeperiode im august nur um drei jahre verspätet. schneesturm immerhin in der richtigen jahreszeit. und mailüfterl im mai. na bitte nicht schlecht

Wettervorhersage für den 24. 12. 6666:

auch an diesem tag wird es ein wetter geben, vielleicht sogar im sonderangebot, 3 stück zum preis von 2...
vermutlich wird zu dieser zeit auch das wetter schon im supermarkt bzw. via internet verkauft...

Allerdings ehrgeizig

viel Spaß, wenn man daraus Erkenntnisse gewinnen kann (außer, daß man noch nicht soweit ist, weil das wäre nciht ser neu) dann sicher interessant...

nunja

münzewerfen, tarotkarten, würfeln, aus der leber lesen, knöchelchen werfen, kaffeesud lesen, ... es gibt so viele verschiedenen möglichkeiten

Sie haben die billigste und spannendste Möglichkeit vergessen: sich einfach überraschen lassen...

das fallt auch nicht in die kategorie vorhersage ;)

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.