KHM: Verlust statt Gewinn

18. Juli 2006, 18:29
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Bundesmuseen werden das Geschäftsjahr 2005 mit einem Minus abschließen

Wien - Die Bundesmuseen werden das Geschäftsjahr 2005 mit einem Minus abschließen. Das Kunsthistorische Museum Wien (KHM) wird - anstatt einen prognostizierten Gewinn von 3,4 Millionen Euro einzufahren - vermutlich von 337.000 Euro Verlust machen. Die Österreichische Galerie Belvedere und das Technische Museum Wien stehen hingegen laut Bildungsministerin Gehrer mit weniger Minus da, als vorausgesagt.

Das KHM bestätigte den Fehlbetrag von exakt 336.624 Euro auf Anfrage der APA. "Der Fehlbetrag ist auf niedrigere Erlöse aus Shops und Repro, auf einen Entfall von Einnahmen aus Leihgaben auf Grund des Entfalls einer Ausstellung im Ausland sowie auf einen Rückgang der Investitionszuschüsse und Einnahmen aus Spenden und Sponsoring zurückzuführen", teilte die Geschäftsleitung des KHM mit.

Positive Stimmung herrscht im Belvedere. Wolfgang Findl, kaufmännischer Leiter des Museums, erklärt den vergleichsweise geringen Fehlbetrag von 374.000 Euro (prognostiziert waren 897.000 Euro) mit einer "vermehrten Anstrengung im Bereich der Kostensenkungen." Dennoch warnte er davor, diese Zahlen allzu optimistisch zu betrachten: Prinzipiell gebe es einen negativen Trend, sollte es bei der Nicht-Erhöhung der Basisabgeltung bleiben, könnte sich die Situation verschlechtern.

In die selbe Kerbe schlagen die Verantwortlichen im Technischen Museum Wien. Dort habe man laut Gehrer statt 2,2 Millionen Euro Minus zwar nur einen Fehlbetrag von 614.000 Euro aufzuweisen, der noch von eigenen Finanzreserven abgedeckt werden konnte. Am Erfreulichsten fällt die vorläufige Bilanz für das Museum Moderner Kunst (MUMOK) aus: Wurden im Vorhabensbericht 2005 150.000 Euro Minus erwartet, wurde das Museum von Gehrer nicht mit einer negativen Bilanz ausgewiesen. (APA)

Kunsthistorisches Museum
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