Microsoft wird Virtualisierungstechnik Xen unterstützen

22. August 2006, 13:38
10 Postings

Abkommen mit XenSource - Für Xen angepasste Linux-Varianten sollen auch unter dem Longhorn Server laufen

War das Verhältnis von Microsoft zu Open Source im Allgemeinen und Linux im Speziellen in der Vergangenheit nicht gerade als freundlich zu bezeichnen, so scheint sich der Konzern nun zunehmend mit den Realitäten abzufinden: So wurde jetzt ein Abkommen mit XenSource, der Firma hinter der Open Source-Virtualisierungstechnologie Xen, getroffen.

Kooperativ

Dieses soll dafür sorgen, das für Xen optimierte Linux-Distributionen auch mit dem Longhorn-Server, bzw. dessen Hypervisor, zusammenarbeiten. Im Rahmen dieser Abmachung wird Microsoft auch Support für entsprechende Installationen anbieten. Handle es sich um ein Problem im Longhorn-Hypervisor, werde man dies beheben, liege der Fehler auf Linux- oder Xen-Seite, werde man dafür sorgen, dass die KundInnen den richtigen Linux-Support bekommen, so Jeff Price con Microsofts Windows Server-Abteilung gegenüber CNET.

Zeitplan

Wann die Zusammenarbeit allerdings erste konkrete Früchte liefern wird, ist noch nicht ganz klar: Während Xen gerade sein Debüt in einem Enterprise-Linux-Produkt - dem SUSE Linux Enterprise Server 10 - gegeben hat, ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung von Microsofts Hypervisor-Technologie "Viridian" derzeit noch nicht fix. Aktuelle Aussagen des Konzerns versprechen eine Veröffentlichung rund sechs Monate nach dem Launch des Longhorn Servers. Dieser wird derzeit für Ende 2007 anvisiert. (red)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.