BIP im ersten Halbjahr um 10,9 Prozent gestiegen

18. Juli 2006, 08:42
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Die Wirtschaft habe mit "bedeutenden Problemen" zu kämpfen, erklärte ein Sprecher des Statistikamtes

Peking - Das chinesische Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im ersten Halbjahr 2006 einen Anstieg von 10,9 Prozent verzeichnet, deutlich über dem von der Regierung ausgegebenen Ziel von acht Prozent für das gesamte Jahr. Im zweiten Quartal lag das Wachstum sogar bei 11,3 Prozent, nach 10,3 Prozent im ersten Quartal. Wie das chinesische Statistikamt am Dienstag weiter bekannt gab, betrug die Inflationsrate im Jahresabstand vergleichsweise moderate 1,3 Prozent.

Die Wirtschaft habe mit "bedeutenden Problemen" zu kämpfen, etwa die schleppende Erhöhung der Bauern-Einkommen, die übermäßigen Sachinvestitionen und das rasante Kreditwachstum, sagte Zheng Jingping, ein Sprecher des Statistikamtes. Höhere Kosten für Rohstoffe und Energie hätten die Gewinnspanne für einige Unternehmen zusätzlich verkleinert.

Makro-ökonomische Regulierungen verstärken

Er betonte, dass die Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2006 "schnell und stabil" weiterwachsen werde, sofern gewisse Regelungen der Regierung umgesetzt und makro-ökonomische Regulierungen verstärkt werden. Die chinesische Regierung bemüht sich, eine Überhitzung der Konjunktur zu verhindern, vor allem durch die Eindämmung von Investitionen. Im Jahr 2005 war die chinesische Wirtschaft um 9,9 Prozent gewachsen.

Zheng schloss eine willkürliche Aufwertung der Landeswährung Yuan neuerlich aus. Eine Aufwertung des Yuan im Vergleich zum US-Dollar wird vor allem von den USA vehement gefordert, da diese im bestehenden Wechselkursverhältnis einen Wettbewerbsvorteil für die chinesische Wirtschaft sehen. Im vergangenen Juli hatte China den Yuan um 2,1 Prozent aufgewertet, seitdem hat er ohne Eingreifen der Regierung um weitere 1,5 Prozent an Wert gewonnen. (APA/Reuters/AFP)

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