Klingeltonanbieter Jamba bestreitet Anlaufprobleme bei Musikportal

9. Juli 2007, 11:33
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Einige Musiklabels "verschnupft", weil Jamba angeblich mit aggressiven Preisen an den Markt gehen will

Der Klingeltonanbieter Jamba bestreitet Probleme beim Aufbau seines Musikportals. Die "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) hatte berichtet, der weltweit größte Anbieter von Handy-Downloads bekomme die Technik nicht in den Griff, zudem zeigten Teile der Musikindustrie Jamba die kalte Schulter.

Dementi

"Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zur Musikindustrie", sagte Jamba-Sprecher Niels Genzmer am Montag in Berlin. Drei große Musiklabels werden beim Start dabei sein, versprach Genzmer. Man habe sich entschieden, das Portal ein paar Monate später auf den Markt zu bringen, da dann mehr Handys mit Musikfunktion verfügbar seien. Zudem habe man die Software weiter verbessert.

Jamba stehe unter Druck, sich neue Erlösquellen zu erschließen, da sich der einst stark wachsende Markt für Klingeltöne bereits abkühle, schreibt die "Financial Times Deutschland". Nach Angaben von VeriSign brach Jambas Umsatz im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum vierten Quartal 2005 um 32 Prozent auf 77 Mio. US-Dollar (61,4 Mio. Euro) ein.

Streitpunkte

Einige Musiklabels seien "verschnupft", weil Jamba angeblich mit aggressiven Preisen an den Markt gehen wolle. Jamba-Sprecher Genzmer sagte, die Preise lägen "im üblichen Rahmen" und seien "durch die Musikindustrie mitbestimmt".

Branchenkreisen zufolge wollen die Berliner laut Zeitung ein Abo anbieten, mit dem Kunden die gesamte Musikbibliothek für unter zehn Euro im Monat nutzen können. Die Konzerne zögerten aber, ihre Inhalte an einen mutmaßlichen "Billigheimer" zu geben, da sich das Abo-Modell für die großen Labels als lukrative Erlösquelle erwiesen habe. "Einige Labels überlegen, lieber gar nicht mit Jamba zusammenzuarbeiten", zitiert die Zeitung einen Musikmanager. (APA)

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