Familie von verschlepptem Soldaten appelliert an Entführer

18. Juli 2006, 06:42
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Armee: Einsatz im Libanon wird "mindestens noch eine Woche" dauern

Nahariya/Tel Aviv - Der Vater und die Frau des von der Hisbollah verschleppten israelischen Soldaten Ehud Goldwasser haben sich am Montag mit einem Appell an die Entführer gewandt. Sie baten um ein Lebenszeichen des 31-Jährigen. "Wir haben erst geheiratet, wir haben unser gemeinsames Leben begonnen, bitte geben Sie mir ein Zeichen, dass er lebt und dass er okay ist", sagte Karnit Goldwasser in einem Interview der Fernsehnachrichtenagentur APTN.

Goldwassers Vater erklärte, er werde niemanden für die Tat verurteilen. "Wir wollen nur wissen, ob er verletzt ist und ob er Hilfe benötigt, medizinische Hilfe", sagte Shlomo Goldwasser. Ehud Goldwasser war ebenso wie der 26-jährige Reservist Eldad Regev am Mittwoch in der Nähe der libanesischen Grenze von der schiitischen Hisbollah-Miliz gefangen genommen worden. Israel griff daraufhin Ziele im Libanon an.

Die israelische Armee will ihren Einsatz im Libanon nach eigenen Angaben noch mindestens eine Woche lang fortsetzen. Der Einsatz werde "mindestens noch eine Woche" dauern, sagte der stellvertretende israelische Generalstabschef Moshe Kaplinski am Montag der Nachrichtenagentur AFP. "Der Grad des internationalen Drucks auf Israel erlaubt es uns, mindestens noch eine Woche weiterzumachen." (APA/AP)

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