Israelischer Botschafter in Berlin kritisiert Weltsicherheitsrat

18. Juli 2006, 11:07
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Stein gegen Nahost-Friedenstruppe - UN-Libanonresolution soll umgesetzt werden

Mainz - Der israelische Botschafter in Deutschland, Shimon Stein, hat Überlegungen von UN-Generalsekretärs Kofi Annan zu einer UNO-Friedenstruppe in Nahost zurückgewiesen und zugleich Kritik am Weltsicherheitsrat geübt. "Wenn der Weltsicherheitsrat und Annan ihre Glaubwürdigkeit nicht verlieren wollen, dann müssen sie sich entschlossener, als dies bisher geschehen ist, für die Resolution 1559 einsetzen, alles andere ist im Moment zweitrangig", sagte Stein der Mainzer Allgemeinen Zeitung (Dienstag).

In die Resolution 1559 des Weltsicherheitsrats vom September 2004 wird unter anderem eine Entwaffnung der radikalislamischen Hisbollah im Libanon gefordert. Wir werden keinen Waffenstillstand befürworten, solange unsere Ziele nicht erreicht sind", sagte Stein. Er forderte mit Blick auf den Iran und Syrien, "dass die internationale Staatengemeinschaft Länder, die Terrororganisationen unterstützen, bestraft - und zwar diplomatisch, zunächst". (APA/dpa)

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